Ufa gründet Label für Kinoproduktionen

Dienstag, 18. Dezember 2007
Die UFA produziert wieder für die Leinwand
Die UFA produziert wieder für die Leinwand

Die Ufa kehrt zu ihren Wurzeln zurück. Mit dem Label Ufa Cinema wird die Holding ab Anfang Januar wieder in die Kinofilmproduktion einsteigen. Geplant sind bis zu acht Filme pro Jahr und der Aufbau eigener Verleihstrukturen. Die ersten der mehr als 40 in Entwicklung stehenden Projekte sollen im Frühjahr 2008 präsentiert werden. Die Geschäftsführung von Ufa Cinema verantworten Wolf Bauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ufa, sowie Nico Hoffmann und Jürgen Schuster aus der Geschäftsführung des Ufa-Unternehmens Teamworx. Dazu kommt Thomas Peter Friedl, der nach 18-jähriger Tätigkeit für Constantin Film nun die Produktion, das Marketing und die Herausbringung der Ufa-Cinema-Filme verantworten wird.

Die Ufa wurde 1917 gegründet und hatte sich bis zu ihrer Übernahme durch Bertelsmann 1964 ausschließlich die Produktion von Kinofilmen auf die Fahne geschrieben. Danach konzentrierte sich das Unternehmen auf Fernsehinhalte.

"Die verbesserten Exportchancen für deutsche Produktionen und die Chancen der Digitalisierung haben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Herstellung und Auswertungen von Kinofilmen erheblich verbessert", ist Bauer überzeugt. Wenn Ufa Cinema erfolgreich ist, will er zusammen mit Fremantle Media, einem Unternehmen der zu Bertelsmann gehörenden RTL Group, auf dem europäischen Markt expandieren.
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