Ufa-Kinos sind gerettet

Dienstag, 01. April 2003

Die Zukunft der Ufa-Kinos ist gesichert. Am heutigen Dienstag wurden die Kino an die neu gegründete Auffanggesellschaft Neue Filmpalast übertragen. Gesellschafter sind zu jeweils 50 Prozent Kieft & Kieft Filmtheater, Lübeck, und die Fürther RoWo-Holding, in der sich drei Kinowerbevermarkter zusammengeschlossen haben. Für 31 der 33 verbliebenen Ufa-Kinos wird die Auffanggesellschaft das Management sofort übernehmen. Lediglich für die beiden Kinos Royal-Palast in Berlin und Eden-Palast in Aachen "sind noch örtliche Einzellösungen zu finden" erklärt Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder.

Neu-Gesellschafter Heiner Kieft - er betreibt mit seiner Schwester Marlis Kieft die Cinestar-Gruppe - ist überzeugt davon, bereits in diesem Jahr eine schwarze Null schreiben zu können. Noch im vergangenen Jahr beliefen sich die Verluste der Ufa-Kinos auf rund 12 Millionen Euro. Möglich wird dies durch massive Senkung der Mieten. An Einzelstandorten "bis weit über 50 Prozent", so Kieft. Von den fast 1000 Angestellten müssen nur rund 70 das Unternehmen verlassen, davon 17 aus der ehemaligen Ufa-Hauptverwaltung in Hamburg und drei in der Nebenverwaltung in Düsseldorf, die beide aufgelöst werden.

Kieft geht davon aus, in diesem Jahr einen gemeinsamen Umsatz von rund 250 Millionen Euro erwirtschaften zu können. Dies käme einer Stagnation gleich, "aber auf einem sehr hohen Niveau", erklärt Gesellschafterin Marlis Kieft. Denn das vergangene Jahr war "von der Besucherzahl das Zweitbeste seit Einführung des Fernsehens." Nach der Übernahme beträgt der Marktanteil der Kieft & Kieft-Gruppe im deutschen Kinomarkt 20 Prozent. Heiner Kieft hofft jedoch, diesen in absehbarer Zeit auf 25 Prozent erhöhen zu können. Die Zustimmung vom Kartellamt liegt bereits vor. wg
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