Ubercloud: Visionen über die digitale Zukunft

Mittwoch, 21. September 2011
Kevin Swanepoel mit Ncke Bergström und Billy Jurewicz (v.l.)
Kevin Swanepoel mit Ncke Bergström und Billy Jurewicz (v.l.)

Wohin geht die Reise im digitalen Zeitalter? Wie sieht die digitale Zukunft aus? Konkrete Antworten auf diese schwierigen Fragen lieferten die Ubercloud-Sprecher Nicke Bergström, Creative Director des „Vice"-Magazins Skandinavien, und Billy Jurewicz, Gründer und CEO der US-Digitalagentur Space 150, im Gespräch mit dem One-Club-President Kevin Swanepoel in Köln wenige - dafür hatten sie aber einen deutlichen Appell an werbungtreibende Unternehmen im Gepäck. Für das kommende Jahr sagte Bergström einen enormen Bedeutungsanstieg von Mobile voraus.  Mittlerweile trage man die ganze Welt in der Tasche, das würde sich insbesondere auch auf das mobile Bezahlen auswirken. Vor allem der gerade gestartete Dienst Google Wallet werde die Transaktionskultur nachhaltig verändern. Der Creative Director von „Vice" warf die Frage in den Fraum, was passieren würde, wenn alles sozial werde, wenn Unternehmen wie Facebook künftig als Bank auftreten würden. Finanzhäuser kennen das Konsumverhalten ihrer Kunden. Würden sie dieses Wissen mit den Kenntnissen über das Onlineverhalten der Nutzer kombinieren - „wäre das großartig für Unternehmen", so Bergström.

In den nächsten drei bis fünf Jahren werde die Bedeutung von immer größer werdenden hochauflösenden Flachbildschirmen steigen. Jurewicz wirft das Beispiel von Fullscreen-Hochhäusern in Metropolen wie Hongkong und Las Vegas in den Raum. Dadurch würden auch die Anforderungen an Produzenten in Bezug auf High-End-Werbespots zunehmen. Eine weitere Vision, zu der sich die Ubercloud-Sprecher hinreißen ließen, war die zunehmende Diskussion über die persönliche Identität im Netz.

Am Ende der Gesprächsrunde kritisierte Jurewicz die Verteilung der Werbebudgets. Diese entspräche „immer noch nicht den Anforderungen der Realität", betonte er. Immer noch werde viel zu viel Geld in die klassischen Medien gepumpt. Ihm gehe die Umverteilung in die digitalen Kanäle noch nicht schnell genug. Eine Tatsache, die sich auch auf den kreativen Output von Agenturen niederschlägt. Dies werde sich in den kommenden Jahren aber noch ändern, war sich Jurewicz sicher. jm
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