Ubercloud: Technologie ist keine Entschuldigung für schlechte Ideen

Dienstag, 20. September 2011
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Technologie dominiert zunehmend die Arbeit der Kreativen - das wird vor allem beim Blick auf internationale Kreativfestivals klar. Aber es komme nicht nur auf die Technik an, betonte Ubercloud-Sprecher Will Sansom, Autor und Berater des britischen Magazins „Contagious". Sein Credo: "Die Story ist es, die den User begeistern muss." Sie müsse für den Nutzer relevant sein und unterhalten." Sonst bringe der Einsatz neuester Technologien im Marketing  rein gar nichts.  Für die Nutzer seien die Erfahrungen, die sie mit Hilfe der verwendeten Technologien machen, von entscheidender Bedeutung. Als Paradebeispiel präsentierte Sansom die auch in HORIZONT.NET vorgestellte Heineken-App „Star Player" (Agentur: AKQA, London), die der Bierbrauer in seiner Funktion als Sponsor der Champions League kreiert hat und nun weiter internationalisiert. Mit der Anwendung können Fußballfans live Wetten abschließen - zum Beispiel darüber, ob der nächste Torschuss erfolgreich ist. „Das ist einfach eine richtig gute Idee, die die Möglichkeiten neuer Tools adäquat ausnutzt. Die App bringt die Fußballfans und die Marke Heineken auf emotionale Weise zusammen", sagte Sansom.

Einen Appell an die Adresse werbungtreibender Unternehmen hat der Brite zum Abschluss seiner Präsentation: „Hört Euren Kunden noch intensiver zu!" Nur dann könnten sie herauszufinden, mit welchem Mehrwert sie ihre Käufer am besten erreichen können.  Dabei sei es durchaus legitim, auch einmal einen Fehler zu machen. Sansom: „Auf das Ausprobieren kommt es an. Nur dann entwickelt sich digitale Kreation weiter. Aber eines ist essentiell: Die Idee muss stimmen." jm
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