USA: Nun schrumpft auch noch der Online-Werbemarkt

Montag, 08. Juni 2009
Auch die Erlöse im Internet gehen zurück
Auch die Erlöse im Internet gehen zurück

Wirtschaftskrise und kein Ende. Ein enttäuschendes Auftakt-Quartal verzeichnet der Internet-Werbemarkt in den USA: In den ersten drei Monaten sind die Investitionen um 5 Prozent von 5,75 Milliarden Dollar auf 5,48 Milliarden Dollar geschrumpft. Das besagt die aktuelle Erhebung des Internet Advertising Bureaus (IAB) in Kooperation mit Pricewaterhouse Coopers. Damit liegen die mit Display- und Performance-Werbung erzielten Umsätze erstmals seit 2002 unter dem Ergebnis eines Vorjahres-Quartals. „Auch das Internet kann sich von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung nicht abkoppeln", so die wenig überraschende Diagnose von Randall Rothenberg. Zugleich ist der IAB-Chef zuversichtlich, dass der Online-Werbemarkt in den USA anzieht, sobald sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern. Rothenberg: „Konsumenten verbringen immer mehr Zeit mit den interaktiven Medien. Aus diesem Grund wird ihre Bedeutung fürs Marketing auch weiter zunehmen."

Für Deutschland hatte zuletzt der Branchenverband Bitkom ein Umsatzwachstum von knapp über 11 Prozent auf 340 Millionen Euro im ersten Quartal 2009 bilanziert. Die Zahl gibt allerdings nur den Brutto-Umsatz wider und ist mit entsprechender Vorsich zu genießen: Wie in den klassischen Medien auch, werden derzeit auch im Internet Werbekunden mit teilweise unseriösen Rabattangeboten geködert. vs
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