USA: Microsoft erringt Sieg beim Berufungsgericht

Mittwoch, 24. Juni 1998

Ein US-Berufungsgericht in Washington hat eine einstweilige Verfügung gegen die Vertriebspraxis Microsofts aufgehoben, die Ende letzten Jahres in erster Instanz verhängt worden war. Damals war auf Initiative des Justizministeriums dem Software-Giganten untersagt worden, das Betriebssystem Windows 95 zusammen mit der Browser-Software Internet-Explorer zu vertreiben. Die Kartellwächter argumentierten, Microsoft mißbrauche seine Monopolstellung bei Betriebssystemen, um Konkurrenten im boomenden Browser-Markt zu verdrängen. Dagegen schloß sich jetzt das Berufungsgericht der Argumentation Microsofts an, daß das Betriebssystem und der Browser ein integriertes Produkt seien. Der juristische Streit ist für Microsoft aber noch nicht ausgestanden, da noch eine weitere Klage läuft, in der das US-Justizministerium sowie 20 Bundesstaaten dem Software-Unternehmen unlauteren Wettbewerb vorwerfen. Das Verfahren soll am 8. September mit einer Anhörung beginnen.
Infolinks:
Microsoft, US-Justizministerium
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