USA: Intershop nimmt Rummel um E-Commerce auf die Schippe

Dienstag, 06. Juli 1999

Mit seiner derzeit in den USA laufenden Anzeigenkampagne nimmt Intershop, Anbieter von E-Commerce-Software aus Jena, den "Hype" um das Thema Electronic Commerce auf die Schippe. Die Print-Anzeigen erinnern dabei auf ironische Weise an die "E-Business-Kampagne" von IBM. "Es liegt uns fern, IBM auf die Füße zu treten. Uns ging es darum, E-Commerce witzig darzustellen", sagt Marita Willemsen, PR-Managerin bei Intershop in Jena. Man habe nach etwas "Provokantem" gesucht, mit dem man das bisher in den USA noch relativ unbekannte Unternehmen Intershop als Anbieter von E-Commerce-Software auf dem amerikanischen Markt positionieren könne. Die Intershop-Kampagne ist vor allem auch vor dem Hintergrund einer laufenden Kooperation mit IBM bei einem Komplett-Paket für den Internet-Handel interessant. Das US-Magazin "Internet World" hat die Intershop-Kampagne derweil mit dem Preis für die effizienteste Werbung ausgezeichnet. Die Anzeigen, die in großen Wirtschaftstiteln und Computer-Magazinen zu sehen sind, verfremden die Motive aus der IBM-Kampagne teilweise auf ironische Weise. So ist beispielsweise in einer Anzeige in Anlehnung an den Film "Men in Black" eine Gruppe von fünf Männern in gleichem Anzugs-Outfit und mit Sonnenbrillen zu sehen, die eine Halle entlanglaufen - mit der Überschrift: "E-Consultant Hell". Der von Winkler Advertising, San Francisco, betreute Etat liegt zwischen 10 und 15 Millionen Dollar.
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