US-Musikindustrie erzielt vorläufige Einigung über Online-Vertrieb von Musik

Montag, 17. September 2001

Die US-amerikanischen Musikkonzerne haben offenbar eine Einigung über die Lizenzierung von Musik über den Vertriebsweg Internet erzielt. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, sollen Online-Musikplattformen wie Pressplay und Musicnet, die in den kommenden Wochen starten wollen, als Vorausgebühr für die kommenden 2 Jahre eine Million Dollar für die Lizenzrechte an die Verleger zahlen.

Die Verhandlungen über die endgültige Summe der Lizenzgebühren dauern den Angaben zufolge noch an. Falls in der Frage der Lizenzgebühren zwischen den Verhandlungspartnern keine endgültige Einigung zustande kommen sollte, wird voraussichtlich die US-Urhebrerechtsbehörde das letzte Wort haben. Sollte jedoch nach 2 Jahren noch immer keine Gebühr festgelegt sein, werden die Labels voraussichtlich 750.000 US-Dollar jährlich an die Verleger zahlen.

Die nun getroffene vorläufige Vereinbarung gilt für alle im Musikverband RIAA zusammengeschlossenen Labels sowie alle Unternehmen, die von diesen eine Lizenz erworben haben. Pressplay ist ein Joint Venture der Universal Music Group (UMC) mit Sony und Microsoft. Hinter Musicnet stehen AOL Time Warner, EMI, Bertelsmann und Real Networks. Beide Dienste wollen im Herbst 2001 Plattformen eröffnen, über die Online-Musik an andere Anbieter lizenziert wird.
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