US-Medienriese Time Warner will sich von Magazinen trennen

Donnerstag, 14. Februar 2013
Der Medienkonzern will sich von einem Großteil seines Verlagsgeschäfts trennen
Der Medienkonzern will sich von einem Großteil seines Verlagsgeschäfts trennen


Der US-Medienkonzern Time Warner will einen Großteil seiner Magazine verkaufen. Wie mehrere US-Medien berichten, verhandelt der Konzern über den Verkauf von namhaften Zeitschriften wie "People" und "Entertainment Weekly". Lediglich die Flaggschiffe "Time", "Sports Illustrated" und "Fortune" sollen im Konzern verbleiben, berichten Personen aus dem Umfeld des Unternehmens.
Der US-Medienriese Time Warner vollzieht den nächsten Strategieschwenk und trennt sich von einem großen Teil seines Verlagsgeschäfts. US-Medienberichten stehen bekannte Magazine wie "Entertainment Weekly", "People" zum Verkauf. Das konzerneigene Wirtschaftsmagazin "Fortune" hatte als erstes über die Verkaufspläne berichtet.

Als Kaufinteressenten werden der US-Zeitschriftenverlag Meredith und der Investor Warren Buffet gehandelt. Meredith gibt vor allem Ratgeber- und Frauentitel heraus. Wie die "New York Times" berichtet, hat der Verlag allerdings kein Interesse an den drei großen Magazinen "Time", "Sports Illustrated" und "Fortune". Der Milliardär Buffet hatte im vergangenen Jahr mit der Übernahme einer Reihe von Lokalzeitungen Schlagzeilen gemacht.

Die Printsparte um das Flaggschiff "Time" ist die Keimzelle des Medienkonzerns. Den größten Umsatz macht der einst größte Medienkonzern der Welt inzwischen allerdings mit elektronischen Medien wie dem TV-Sendern CNN, HBO oder dem Filmstudio Warner Bros. Die Printsparte, zu der insgesamt 95 Titel gehören, leidet dagegen bereits seit geraumer Zeit unter dem rückläufigen Zeitschriftengeschäft. Der Umsatz der Magazinsparte war im vergangenen Jahr um 7 Prozent auf 3,4 Milliarden US-Dollar geschrumpft, der operative Gewinn brach um 25 Prozent ein. Erst kürzlich hatte das Unternehmen angekündigt, rund 500 der insgesamt 8000 Stellen bei seinen Verlagen zu streichen. dh
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