US-Magazine verlieren ein Viertel der Anzeigenseiten

Mittwoch, 13. Januar 2010
Condé Nast, zu dem der Titel "Vogue" gehört, ist einer der großen Verlierer
Condé Nast, zu dem der Titel "Vogue" gehört, ist einer der großen Verlierer
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Anzeigenseite Zeitschrift Krise Condé Nast


Für die US-Magazine war das Jahr 2009 mehr als dramatisch. Die amerikanischen Zeitschriften haben im Schnitt rund ein Viertel ihrer Anzeigen verloren. Dies meldet das Publishers Information Bureau. Hierbei handelt es sich um den größten Rückgang im Anzeigengeschäft seit Erhebung der Daten. Die Situation ist sogar schlimmer als während der letzten Krise im Jahr 2001. Damals betrug der Rückgang zum Vorjahr 17,2 Prozent. Während 2009 die Magazine insgesamt 170.000 Anzeigenseiten verbuchten, waren es im Jahr 2001 noch 238.000.

Es gab nur wenige Gewinner in diesem Jahr. Diejenigen, die ihre Anzeigenseiten stabil halten oder steigern konnten waren tendenziell eher Publikumszeitschriften. Magazine, die sich der Wirtschaftskrise inhaltlich widmeten, verloren eher. So verlor der Verlag Meredith insgesamt nur rund 450 Anzeigenseiten. Einige seiner Publikationen, wie "Better Homes and Gardens", "Family Circle" und "Ladies' Home Journals", vermeldeten sogar Zuwächse.

Zu den großen Verlieren zählt Condé Nast mit einem Minus von 11.500 Anzeigenseiten. Time mit den Titel "Fortune" und Money" hat 4.500 Seiten verloren. bn
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