US-Konzern Liberty droht mit Rückzug vom geplanten Kabelnetz-Verkauf

Mittwoch, 22. August 2001

Ohne kartellrechtliche Zusagen der Bundesregierung droht der US-Konzern Liberty mit einem Rückzug von dem mit der Deutschen Telekom vereinbarten Kauf des TV-Kabelnetzes. Wie das "Handelsblatt" berichtet, wolle Liberty-Präsident John Malone seitens der Bundesregierung zuerst eine Bestätigung, dass der Konzern keinerlei Probleme mit dem Bundeskartellamt bekommt und zusätzlich zu dem Kabelnetz der Telekom weitere Netzanbieter kaufen kann.

Im September soll sich Malone mit Bundeskanzler Gerhard Schröder treffen, um entsprechende Zusagen auf den Weg zu bringen. Sollte die Telekom ihr Kabelnetz nicht verkaufen können, müsste sie in diesem Jahr auf die bereits vereinbarte Kaufsumme von 5 Milliarden Dollar verzichten und könnte diese nicht -wie geplant - zur Schuldentilgung einsetzen.
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