UMTS-Start voraussichtlich erst 2004

Dienstag, 02. September 2003

Aus dem ursprünglich für diesen Herbst angekündigten Start von UMTS wird offenbar nichts. Aufgrund technischer Probleme sowie der mangelnden Verfügbarkeit von UMTS-fähigen Handys wird offenbar kein Anbieter noch in diesem Jahr mit der Vermarktung der multimedialen Mobilfunkdienste beginnen. Nach Vodafone will sich nun auch der größte deutsche Mobilfunker T-Mobile nicht mehr auf einen Starttermin festlegen. "Es macht keinen Sinn um einiger Monate willen der erste Anbieter zu sein", sagte T-Mobile-Chef Rene Obermann auf der internationalen Funkausstellung in Berlin gegenüber Reuters.

Die technischen Probleme, die die Branche in der Vergangenheit mit mobilen Datendiensten verzeichnet habe, sollten sich bei UMTS nicht wiederholen. Um die Kunden zufrieden stellen zu können, müssten die Handy-Hersteller mindestens fünfstellige Stückzahlen liefern können. Derzeit entsprächen auch das Design und die Funktionen der UMTS-Handys noch nicht den Anforderungen.

Die kleineren Anbieter E-Plus und O2, der im Rahmen einer Kooperation das UMTS-Netz von T-Mobile nutzen wird, wollen im Frühjahr nächsten Jahres erste kommerzielle Dienste, wie Videotelefonie oder schnellere Internet-Nutzung, anbieten. Damit bleibt der Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa bislang der einzige UMTS-Anbieter in Europa. Das Unternehmen bietet bereits UMTS-Dienste in Großbritannien, Italien und Österreich an. Mobilcom und die Telefonica-Tochter Quam hatten sich bereits vor Monaten aus dem UMTS-Markt verabschiedet. mas
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