Twitter-Fakes schädigen Marken

Montag, 03. August 2009
Derzeit betroffen: der Versicherungskonzern Allianz
Derzeit betroffen: der Versicherungskonzern Allianz

Der twitternde Franz Müntefering ist ebenso ein Fake, wie der zwitschernde TV-Entertainer Harald Schmidt. Doch während diese Fälschungen eher spaßigen Charakter haben, müssen sich mit der wachsenden Beliebtheit des Mikrobloggingdienstes auch deutsche Marken und Unternehmen mit Fake-Accounts herumärgern. Besonders ärgerlich wird es, wenn diese Twitter-Fakes für artfremde Produkte werben oder zu Erotik-Seiten verlinken. Davon betroffen ist derzeit der Versicherungskonzern Allianz. Die Allianz twittert unter @allianz_de. Ein Fake-Account nutzt die Adresse @AllianzAG. "Auf @allianzag werden mit Allianz-Logo und URL Zahn-Bleaching-Dienste beworben & auf "gorgeous ladies" verlinkt #nichtlustig #Fake #Allianz“, klagt Allianz-Online-Redakteur Markus Walter via Twitter.

Perfide: Im Profil, dass sich das Allianz-Logo angeeignet hat, wird auf die Website des Versicherungsriesen verweisen. Damit gibt sich der Fake-Account einen offiziellen Anstrich. Erste Versuche, den Trittbrettfahrer zu stoppen, verliefen bislang im digitalen Sande. Er reagierte nicht auf Anfragen. Die Allianz hat nun beim Betreiber von Twitter in San Francisco „Trademark Violations“ gemeldet. In der Regel sperrt Twitter Fake-Accounts, wenn die Forderung berechtigt ist. ork
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