Trotz neuem Terminal: Media Frankfurt sieht keinen Grund für Euphorie

Donnerstag, 04. Oktober 2012
Simone Schwab
Simone Schwab

Diese Woche wurde das neue Terminal A-Plus am Frankfurter Flughafen in Betrieb genommen. Über 6 Millionen Passagiere können dort täglich zusätzlich abgefertigt werden. Auf der rund 185.000 Quadratmeter großen Fläche entstehen allein mehr als 12.000 Quadratmeter neue Retailflächen. Auch für Media Frankfurt, einem Tochterunternehmen der Fraport AG und exklusivem Vermarkter der Werbeflächen am Frankfurter Flughafen, bedeutet A-Plus ein deutliches Zusatzgeschäft. Wie Geschäftsführerin Simone Schwab im Interview mit HORIZONT.NET erklärt, läuft der Verkauf gut an. Wie viel zusätzliche Werbefläche kann Media Frankfurt im neuen Terminal A-Plus anbieten? Wir haben in Summe rund 200 neue Werbestandorte, was etwa 10 Prozent neuen Werbemöglichkeiten entspricht. Dazu kommen etliche Werbestandorte für exklusive Sponsoringkonzepte. Allein die Zahl der Promotionflächen, die unsere Kunden völlig individuell gestalten können, konnten wir von bislang einer auf jetzt sechs erhöhen. Diese Werbeform ist bei unseren Kunden und auch bei den Passagieren sehr beliebt. Laut der aktuellen Studie „Airport Stories World", die wir gemeinsam mit unserem Joint-Venture-Partner JC Decaux durchgeführt haben, mögen immerhin 75 Prozent der Passagiere Markeninszenierungen auf Ausstellungsflächen besonders gerne.

Wie viel der neuen Werbeflächen in Terminal A-Plus haben Sie denn bereits vermietet? Die Vermarktung läuft sehr gut. Die großen Lightboxes und die Atriumsfläche sind zur Inbetriebnahme praktisch ausgebucht. Für die großen Sponsoringkonzepte wurden die Verträge auch bereits im Vorfeld geschlossen. Auch die digitalen Medien und Promotionflächen laufen sehr gut an, wobei wir noch ein paar Kapazitäten anbieten können.

Die Studie „Airport Stories Worldwide“

Laut der aktuellen Studie „Airport Stories World" von JCDecaux und Media Frankfurt nehmen 85 Prozent der befragten internationalen Vielflieger Flughafenwerbung als Bereicherung und willkommene Abwechslung wahr. Von den jährlich bis zu 25 Millionen Fluggästen der Lufthansa und Star-Alliance-Mitglieder im Gesamtflugsteig A - die Kapazität des  neuen Flugsteigs liegt hiervon bei 6 Millionen Passagieren - gehören 62 Prozent zu den sogenannten Entscheidern. 40 Prozent davon verfügen über ein durchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro monatlich.

Neu sind auch die sogenannten Galery Walks. Was genau steckt dahinter? Das sind insgesamt 22 digitale Werbeflächen, die in regelmäßigen Abständen über den Laufbändern und damit direkt über den Köpfen der Passagiere angebracht sind. Für Animationen und kreatives Storytelling bieten diese Galery Walks natürlich völlig neue Möglichkeiten. Auch hier haben wir bereits viele Werbeflächen vermietet. Im übrigen gibt es diese neuen Galery Walks ab sofort nicht nur in Terminal A-Plus, sondern auch in Terminal B.


Insgesamt leidet die Out-of-Home-Branche in diesem Jahr unter unerwarteten Umsatzeinbrüchen. Wie sieht die Entwicklung bei Frankfurt Media aus?
Auch bei uns bricht jetzt nicht gerade Euphorie aus. Wir hatten einen etwas schwächeren Start als geplant, gehen aber davon aus, im zweiten Halbjahr noch aufholen zu können.

Werden Sie Ihre Jahresplanung für 2012 noch erfüllen können? Das ist im Moment schwer zu sagen. Wir sind für das vierte Quartal noch in einigen sehr wichtigen Gesprächen. Interview: Anja Sturm
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