Trotz mäßiger Quoten: "Das Duell im Ersten" wird verlängert

Donnerstag, 19. November 2009
Sven Lorig war als Kandidat zu Gast (Bild: ARD/Thorsten Jander)
Sven Lorig war als Kandidat zu Gast (Bild: ARD/Thorsten Jander)

Auch wenn weniger Zuschauer einschalten als erhofft, wird Das Erste auf dem Problemsendeplatz um 18.50 Uhr bis Frühjahr 2010 die Quizshow "Das Duell im Ersten" fortsetzen. Zahlreiche Formate scheiterten um diese Uhrzeit bereits, nun soll es die Wissenssendung richten. "Die Quoten sind zwar noch nicht Zugspitze, aber doch solides und schönes Mittelgebirge", fasst Bernhard Gleim vom NDR, Executive Producer des Formats, die aktuelle Entwicklung zusammen. Die bisher gesendeten 17 Folgen der Quizshow konnten im Schnitt 1,80 Millionen Zuschauer erreichen und erzielten somit einen Marktanteil von 7,4 Prozent beim Gesamtpublikum. Diese Werte liegen zwar wohl unter den erhofften Zuschauerzahlen, aber vorerst setzt der Sender weiterhin auf die Ratesendung - möglicherweise auch aus Mangel an Alternativen.

Executive Producer Bernhard Gleim (Bild: ARD/Thorsten Jander)
Executive Producer Bernhard Gleim (Bild: ARD/Thorsten Jander)
Das Konzept vom "Duell im Ersten" ist schnell erklärt: Es spielt jeweils ein prominenter Gast gegen einen Zuschauer um 20.000 Euro. Gewinnt der Prominente, wird das Geld für einen guten Zweck gespendet. In der kommenden Woche sitzen Fußballer Pierre Littbarski, Comedian Guido Cantz und Eislaufstar Hans-Jürgen Bäumler auf dem Quizstuhl. Moderiert wird die Wissenssendung vom 33-jährigen Florian Weber. Dieser könnte zum Nachfolger von Jörg Pilawa aufsteigen, der im Ersten die Show "Das Quiz im Ersten" präsentiert und im kommenden Jahr zum ZDF wechseln wird.

Zuletzt war von Dienstag bis Freitag um 18.50 Uhr die Soap "Eine für alle - Frauen können's besser" zu sehen, die jedoch aufgrund ungenügender Quoten nach bereits 100 Folgen abgesetzt wurde. Davor versuchte sich Das Erste auf seinem Problemsendeplatz mit zahlreichen Formaten wie der Styling-Doku "Bruce" und der Dating-Show "Ich weiß, wer gut für dich ist", die jedoch alle keine befriedigenden Marktanteile einbringen konnten. Auch kurzfristig eingesetzte Rettungsanker wie Wiederholungen der Erfolgsserie "Berlin, Berlin" sorgten nicht für den erhofften Quotenerfolg. HOR
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