Trends: Breitbandzugang und digitales Fernsehen erobern 2002 die europäischen Haushalte

Mittwoch, 19. Dezember 2001

Veränderungen auf den Gebieten Breitband, digitales TV und Online-Musik werden den Internetmarkt im kommenden Jahr dominieren, prognostiziert das amerikanische Marktforschungsinstitut Jupiter MMXI. So soll sich die Zahl der Haushalte mit Breitbandzugang in Europa im Jahr 2002 im Schnitt auf 15 Prozent verdoppeln. Zudem werden auch Alternativen zur Breitbandanbindung wie die Zwei-Wege-Satelliten-Technik sowie die Anbindung über Glasfaser- oder Stromnetze dann an Bedeutung gewinnen, so die Marktforscher.

Für den Bereich digitales Fernsehen erwartet Jupiter MMXI ebenfalls einen deutlichen Wachstumsimpuls und prognostiziert, dass bis Ende 2002 ein Viertel der europäischen Haushalte über DTV verfügen kann. Dabei wird die Zunahme in südeuropäischen Ländern am langsamsten vonstatten gehen. Viel Geld wird mit den interactiven Diensten im TV aber wenig verdient: Die Forscher rechnen in diesem Bereich mit deutlich niedrigeren Umsätzen als im Internet.

Eine große Rolle wird in Zukunft auch das Thema Online-Musik spielen. Da große Plattenlabels weiterhin ihr Augenmerk auf den US-Markt und weniger auf Europa richten werden, rechnen die Marktforscher damit, dass europäische Online-Musikunternehmen wie Vitaminic oder OD2 Erfolge auf Kosten der großen Plattenlabels verzeichnen werden. Dennoch werden die wichtigsten Ziele für Online-Musik Portale wie Yahoo, MSN und AOL sein.
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