Travel-Sites lösen Preiskampf in der US-Hotelbranche aus

Dienstag, 13. August 2002

Die Hotelbranche in den USA muss offenbar mit weiteren Umsatzeinbußen rechnen. Wie aus einer aktuellen Studie der Investmentbank Bear Stearns hervorgeht, werden die durch den 11. September ohnehin gebeutelten Hoteliers in den kommenden Monaten wohl nicht an satten Preisnachlässen vorbeikommen.

Als Grund wird vor allem die wachsende Nutzung von Online-Reise-Sites angeführt. So hätte der Ansturm auf Web-Angebote wie etwa Expedia, Travelocity, Orbitz und Hotels.com zu einer höheren Transparenz des Marktes beigetragen und dadurch den Preisdruck erhöht.

Zu einer weiteren Verschärfung des Preiskampfes werden laut Bear Stearns Online-Auktionen beitragen, die laut Studie immer häufiger von Unternehmen eingesetzt werden, um für ihre Mitarbeiter die günstigsten Übernachtungsangebote einzuholen. Nach Ansicht der Analysten von Bear Stearns werden sich die Hotelpreise in den USA erst Anfang 2004 wieder erholen, doch auch dann aller Voraussicht nach unter dem Niveau von 2002 bleiben.

Durchweg rosige Aussichten haben laut Bear Stearns dagegen die Anbieter von Online-Reisedienstleistungen. Die Analysten prognostizieren, dass die Umsätze im Bereich der Online-Hotelbuchungen bis 2005 auf umgerechnet 11,7 Milliarden Euro anwachsen werden. Im Jahr 2000 lag der Umsatz noch bei 3,9 Milliarden Euro.
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