Top-TV-Sportarten 2012: Wechselspiele in der zweiten Reihe

Donnerstag, 06. Dezember 2012
Fußball bleibt die reichweitenstärkste TV-Sportart
Fußball bleibt die reichweitenstärkste TV-Sportart

Reichweitenriese Fußball - Kumulierte Mediakennwerte für ausgewählte Sportarten 2011 im deutschen Free-TV

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Fußball – und dann lange nichts. An diesem Kräfteverhältnis der beliebtesten Fernsehsportarten hat sich auch 2012 nichts geändert – im Gegenteil: Mit 77 Prozent der Nennungen von sportinteressierten TV-Zuschauern hat in der aktuellen repräsentativen Umfrage von Sport + Markt (S+M) die Königsdisziplin nochmals zugelegt, im Vergleich zu den Ergebnissen 2010 und 2009 sogar um 5 Prozentpunkte. Boxen erreicht zwar nur halb so viel Zustimmung, kann aber zum Vorjahr um 4 Punkte wachsen; allerdings bleibt der Kampf mit den Fäusten weiter unter seinem 2009 erzielten Wert von 40 Prozent. Der Wintersport stößt inzwischen offenbar an seine Grenzen und sackt gegenüber den Vorjahren um 3 Punkte auf 32 Prozent ab. Die Gefahr einer Übersättigung mit Wintersport will S+M-Berater Friedhelm Lange derzeit aber noch nicht erkennen, auch wenn ARD, ZDF und Eurosport ihre Sendestrecken in den vergangenen Jahren erweitert haben. Mit 1414 Stunden ausgewiesenem Wintersportprogramm im deutschen Free-TV rangiert der weiße Sport vor Tennis (1266 Stunden ) und Motorsport (1247) auf Rang 2 hinter Fußball (2258).

Fußball führt im Fernsehen - Beliebteste TV-Sportarten unter deutschen Sportinteressierten 2012 und 2011

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Bei Reichweite und Werbeträgerkontakten bleibt Wintersport aber mit großem Abstand Nummer 2 hinter Fußball und vor Motorsport. In der Gesamtbetrachtung aller Motorsportarten schlägt der Vettel-Bonus noch nicht durch: Mit nur einem Viertel der Nennungen bleiben die schnellen Autos und Mototräder in der Gunst der Zuschauer unter den Vorjahreswerten, gegenüber 2009 sogar um 6 Prozentpunkte. Während Leichtathletik offenbar vom Olympiaeffekt profitiert und deutlich zulegt, rutscht Handball weiter ab – von 22 Prozent 2009 über 17 Prozent 2011 auf aktuell 14 Prozent. Vor allem die schlechte Performance des Nationalteams scheint nach der Aufbruchstimmung durch den WM-Titel 2007 seine Spuren zu hinterlassen und die These zu bestätigen, dass der sportliche Erfolg für Sportarten der zweiten Reihe von besonderer Bedeutung ist. joz

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