Top-Blogger Lobo fackelt mit Roman ein "Strohfeuer" ab

Dienstag, 14. September 2010
Cover des neuen Buches von Sascha Lobo
Cover des neuen Buches von Sascha Lobo

Deutschlands Vorzeige-Blogger und Enfant terrible der Socia-Media-Welt Sascha Lobo hat offenbar tief in den Erinnerungen der Dotcom-Ära gekramt. Herausgekommen ist dabei ein Roman mit dem passenden Titel "Strohfeuer", der dieser Tage bei Rowohlt Berlin erscheint. Nach Sachbüchern wie „Wir nennen es Arbeit“ und „Dinge geregelt kriegen“ schreibt Lobo nun über die Lebensgier in den Zeiten der New Economy. Womöglich auch eine Art Schlüsselroman: Lobo rief Mitte 2000 mit 25 eine auf New Economy spezialisierte Werbeagentur ins Leben, die Ende 2001 Insolvenz anmelden musste. Es folgten Stationen bei Aimaq Rapp Stolle und als Strategieberater. 2009 lieh er Gesicht und roten Irokesen-Kamm für eine Vodafone-Kampagne aus.

Die Zeit der New Economy diene im Roman, so Lobo, „als Kulisse für die Menschen, die in hyperaktiven, goldrauschenden Zeiten nach oben gespült werden“. Im Buch schildert der Ich-Erzähler Stefan die rauschhaften Erlebnisse zwischen Business, Party und Liebe. „Tausche Seele gegen Erfolg“ teast der Verlag das „Strohfeuer“ an. Das klingt nach Rosamunde Pilcher für die Web 2.0-Generation. Vielleicht gerade deswegen lesenswert (Leseprobe).  ork
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