Top 100 der US-Medienkonzerne: Einnahmen sinken, Google und Facebook steigen auf

Montag, 27. September 2010
Von 0 auf 69: Facebook gehört zur Top 100 der US-Medienkonzerne
Von 0 auf 69: Facebook gehört zur Top 100 der US-Medienkonzerne

Im Jahr 2009 sanken die Nettoeinnahmen der 100 größten Medienunternehmen der USA um 3,8 Prozent auf 309 Milliarden US-Dollar. 2010 soll es für die Branche jedoch wieder bergauf gehen: Für das erste Halbjahr vermelden die Medienkonzerne ein Plus von 6,1 Prozent. Das berichtet das Fachmagazin "Advertising Age", das seit 1981 Medienkonzerne nach ihren Nettoumsätzen rankt. Der Kabelnetzbetreiber Comcast führt wie schon im vergangenen Jahr die Top 100 an. Auf den ersten zehn Rängen haben sich 2009 Konzerne platziert, die ihr Geld hauptsächlich als Anbieter von Kabelnetzwerken und Internetanschlüssen sowie mit Kabel-, Satelliten-, oder Internetfernsehen verdienen: Auf Comcast folgen DirecTV, Walt Disney, Time Warner, News Corp, Time Warner Cable, NBC Universal, Dish Network Corp, AT&T und Cox Enterprises.

Die Aufsteiger des Jahres sind die digitalen Anbieter: Google verbessert sich um einen Platz und ist nun die Nummer 13 unter den US-Medienunternehmen. Facebook ist erstmals auf der Liste vertreten und klettert auf Anhieb auf Rang 69. Wegen Verlusten bei Yahoo, AOL, Monster Worldwide und Myspace (News Corp) verbuchte die Digitalbranche dennoch ein Minus von 1,7 Prozent. Im Printbereich ging es noch steiler bergab: Die Umsätze mit Zeitungen sanken um 21,5 Prozent, mit Zeitschriften wurden 2009 19,6 Prozent weniger Erlöse generiert als noch im Vorjahr. Auch die Einnahmen mit klassischem Fernsehen nahmen um 13,2 Prozent ab.

Der Rückgang um 3,8 Prozent in der gesamten Branche im Jahr 2009 wäre noch größer gewesen, hätten die Kabelnetzwerke mit einem Plus von 4,7 Prozent nicht ausgleichend gewirkt. Auch Video- und Breitbandanbieter konnten einen Gewinn von 4,3 Prozent verbuchen. Ohne diese beiden Bereiche wären die Nettoumsätze der Medienunternehmen 2009 insgesamt um 8,3 Prozent geschrumpft.

Für 2010 versprechen die Halbjahreszahlen Besserung: Die Werbeerlöse stiegen um 5,7 Prozent in allen Bereichen außer bei Zeitungen. Zeitschriften konnten ihre Werbeeinnahmen um 5 Prozent steigern, was sich durch 26 Millionen Zuwachs im Print- und 21 Millionen im Online-Bereich erklären lässt. sw
Meist gelesen
stats