Tomorrow Focus und MSN gründen gemeinsames Mega-Portal

Dienstag, 30. Juli 2002

Eine umfangreiche strategische Kooperation hat der Internetanbieter Tomorrow Focus mit dem Onlinedienst MSN beschlossen. Ziel der Vereinbarung: Über ein gemeinsames Mega-Portal will man ab Oktober 2002 die gemeinsame Reichweite auf über 50 Prozent der deutschen Internetnutzer steigern. Dazu werden die Onlinemarken von "Focus", "Amica", "Tomorrow", "Max", "Cinema", "TV Spielfilm" und "Fit For Fun" unter dem Dach des Portals MSN integriert. Gemeinsam will man zukünftig auch den Ausbau der Angebote vorantreiben. Gleichzeitig wird auch die Vermarktung der Internetangebote beider Unternehmen bei Tomorrow Focus Sales gebündelt. Das Redaktions- und Vermarktungsverbund wurde für mehrere Jahre geschlossen. Tomorrow Focus teilt mit, dass damit der für das Jahr 2003 avisierte Break-even gesichert sei.

Beide Unternehmen wollen sich im Rahmen der Kooperation auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren: Tomorrow Focus als Medienhaus, MSN als Lieferant von Web-Services. Gregory Gordon, Director MSN Deutschland, erklärt: "Wir haben uns im Portalgeschäft und bei den Web-Services etabliert und in diesem Bereich in den letzten Jahren Maßstäbe gesetzt. Den nächsten Schritt gehen wir mit der Markteinführung von innovativen kostenpflichtigen Services." Tomorrow-Focus-Chef Jörg Bueroße betont, die Kooperation schaffe "die Grundlage für ein massives Reichweiten-Wachstum, zusätzliche Erlöse und den vehementen Ausbau der gemeinsamen Dienste."

Nach Zahlen des Marktforschungsinstituts Net Value kommt MSN bei den Internetnutzern auf eine Reichweite von 43 Prozent, während die Angebote von Tomorrow Focus bei 19 Prozent liegen. Unter Berücksichtigung der Doppelnutzer komme man auf eine Gesamtreichweite von 50,1 Prozent, teilten die Unternehmen mit. Im Zuge der Vermarktungsgemeinschaft wird Martin Lütgenau, 32, derzeit Head of Sales bei MSN, neben dem bisherigen Geschäftsführer Torsten Ahlers, 36, Anfang Oktober 2002 in die Geschäftsführung von Tomorrow Focus Sales eintreten. Das Unternehmen wird neben den beiden Hauptstandorten Hamburg und München weiterhin die Außendienstbüros in Düsseldorf und Frankfurt betreiben.

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