Tom Buhrow ist neuer Intendant des WDR

Mittwoch, 29. Mai 2013
Tom Buhrow wechselt von Hamburg zurück nach Köln
Tom Buhrow wechselt von Hamburg zurück nach Köln


Der Rundfunkrat des Westdeutschen Rundfunks hat heute mit großer Mehrheit Tom Buhrow zum neuen Intendanten gewählt. 41 der 47 anwesenden Mitglieder des Gremiums stimmten für den "Tagesthemen"-Moderator. Eine große Rolle dürfte dabei Buhrows Stallgeruch als Eigengewächs und jahrelanger Mitarbeiter des WDR gespielt haben.
Mit 41 von 47 Stimmen (ein Mitglied des 48-köpfigen Gremiums war bei der Abstimmung nicht anwesend) konnte sich Buhrow deutlich gegen seine Mitbewerber durchsetzen. Für Jan Metzger, Intendant von Radio Bremen, stimmten vier Rundfunkräte, EBU-Manager Stefan Kürten erhielt zwei Stimmen.

Ein Grund für das klare Votum dürften neben Buhrows Prominenz auch seine beruflichen Wurzeln beim WDR gewesen sein: Buhrow hat ab 1985 beim WDR volontiert und war danach sechs Jahre lang Redakteur, Reporter und Chef vom Dienst, bevor er in die Redaktion der "Tagesschau" nach Hamburg wechselte. Bevor Buhrow 2006 die Nachfolge von Ulrich Wickert als Moderator der "Tagesthemen" wurde, war er als ARD-Korrespondent in Paris und Washington.

"Tom Buhrow ist ein hervorragender Journalist und ein umsichtiger, gewinnender Kommunikator. Das überzeugende Wahlergebnis wird ihm Rückenwind für seine neue Aufgabe geben", kommentiert der amtierende ARD-Vorsitzende Lutz Marmor die Wahl. "Als langjähriger WDR-Mitarbeiter kennt er den Sender bestens. Er ist ein überzeugter Verfechter des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks."

Als Intendant des WDR leitet Buhrow künftig die Geschicke der größten ARD-Anstalt mit über 4000 Mitarbeitern und einem jährlichen Gebührenbudget in Höhe von 1,38 Milliarden Euro. Er folgt auf Monika Piel, die im Januar aus gesundheitlichen Gründen überraschend ihren vorzeitigen Rücktritt angekündigt hatte. Die Amtszeit des Intendanten beträgt sechs Jahre. dh
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