Tina Müller gegen Henkel: Gütetermin gescheitert

Dienstag, 16. April 2013
Tina Müller befindet sich im Rechtsstreit mit ihrem früheren Arbeitgeber Henkel
Tina Müller befindet sich im Rechtsstreit mit ihrem früheren Arbeitgeber Henkel


Der Streit zwischen Tina Müller und Henkel geht weiter. Der heutige Gütetermin vor dem Düsseldorfer Arbeitsgericht endete nach gut 45 Minuten ohne Einigung. Jetzt geht die juristische Auseinandersetzung zwischen der Topmanagerin und ihrem ehemaligen Arbeitgeber in die nächste Runde. Mitten im Hochsommer, am 23. August, findet in Düsseldorf der nächste Kammertermin statt. Dann wird darüber verhandelt, ob das nachvertragliche Wettbewerbsverbot, um das es in der Auseinandersetzung geht, rechtens ist oder nicht. Tina Müller hatte im vergangenen Juni bei Henkel gekündigt, um nach Ablauf der einjährigen Kündigungsfrist bei Beiersdorf anzufangen wie immer wieder kolpotiert wird. Henkel hingegen will den Wechsel seiner ehemaligen Marketingstrategin zum Hamburger Wettbewerber nicht so ohne weiteres akzeptieren. Der Düsseldorfer Konsumgüterriese ist der der Auffassung, dass Müller die Tätigkeit beim Wettbewerber vertraglich wirksam untersagt worden sei. Die Folge: Seit neun Monaten lässt der Konzern seine einstige Vorzeigemanagerin schmoren. Müller ist zwar freigestellt, aber bekommt von Henkel nicht die Freigabe.

Das Klima zwischen den beiden Parteien hat sich seitdem deutlich verschlechtert. Hieß es nach der Kündigung man habe kein Interesse an einem Rosenkrieg, kämpfen jetzt beide in ihren Argumentationen mit den Feinheiten des deutschen Arbeitsrechts, wie ein Beobachter des Gütetermins sagt. Das Problem dabei: Mit dem heutigen Scheitern des Gütetermins befindet sich Müller ab dem 1. Juli im rechtlichen Schwebezustand. Fängt sie bei ihrem neuen Arbeitgeber an und bekommt Henkel am 23. August Recht, macht sie sich unter Umständen schadensersatzpflichtig. Aber auch mit Abwarten könnte die Hängepartie weitergehen. Soll heißen: Am 23. August kann eine Entscheidung fallen, sie muss aber nicht. mir
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