Theodor-Wolff-Preis an sechs Journalisten vergeben

Donnerstag, 09. September 2010
Die Preisträger des diesjährigen Theodor-Wolff-Preises
Die Preisträger des diesjährigen Theodor-Wolff-Preises

Sechs Journalisten haben gestern in Bremen den Journalistenpreis der deutschen Zeitungen, den Theodor-Wolff-Preis erhalten. Gemeinsam mit dem Verlag Bremer Tageszeitungen hat der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) im Rahmen der Preisverleihung rund 250 Gäste aus Verlagen, Politik, Wirtschaft und Kultur empfangen. Zu den diesjährigen Preisträgern gehören Detlef Schmalenberg für seinen Artikel "Milliarden-Puzzle" ("Kölner Stadt-Anzeiger) und Frank Buchmeier für "Eines Morgens an der Sonnenuhrhütte" ("Stuttgarter Zeitung") in der Sparte Lokales. In der Kategorie Allgemeines wurden Arne Perras für "Die Räuber" ("Süddeutsche Zeitung") und Sabine Rennefanz für "Die grüne Festung" ("Berliner Zeitung") gewürdigt. Jana Hensel ("Zeit-Magazin") erhielt den mit je 6000 Euro dotierten Preis im Bereich Kommentar, Glosse, Essay für ihren Beitrag "Vater Morgana". Für sein Lebenswerk erhielt Joachim Kaiser ("Süddeutsche Zeitung") eine undotierte Auszeichnung.

Seit 1962 verleiht der BDZV jährlich den Theodor-Wolff-Preis für die besten Essays, Kommentare und Reportagen. Insgesamt wurden seither über 300 Publizisten mit dem Preis geehrt, der laut BDZV als Gütesiegel für Qualitätsjournalismus zu betrachten ist. Diese "hohe Qualität redaktioneller Leistung wird entscheidend für die Zukunft der Zeitungen sein", betonte Hermann Neusser, Vorsitzender des Kuratoriums für den Theodor-Wolff-Preis und Verleger des Bonner "General-Anzeigers". An der diesjährigen Ausschreibung hatten sich über 400 Journalisten beteiligt.

Der Journalistenpreis soll an den langjährigen Chefredakteur des "Berliner Tageblatts", Theodor Wolff (1886 bis 1943), erinnern. Wolff floh 1933 vor den Nationalsozialisten nach Frankreich, wurde dort jedoch verhaftet und der Gestapo ausgeliefert. 1943 starb er im jüdischen Krankenhaus in Berlin. hor
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