"The Voice of Germany": Warum die Fortsetzung eine gute Entscheidung ist

Dienstag, 31. Januar 2012
Kim Sanders steht für Nenas Team im Halbfinale - und hat gute Chancen auf den Titel
Kim Sanders steht für Nenas Team im Halbfinale - und hat gute Chancen auf den Titel


"The Voice of Germany" ist für Pro Sieben Sat 1 das wohl ambitionierteste - und teuerste - Format der aktuellen TV-Saison. Nun verkündet die Sendergruppe, dass es eine zweite Staffel der Castingshow geben wird. Schon im Herbst soll "The Voice" in die nächste Runde gehen, sagt Fernsehvorstand Andreas Bartl: Das Format sei "eine einzigartige Erfolgsgeschichte für Sat 1 und Pro Sieben" und habe "das Genre Musikshow in Deutschland neu erfunden".
Damit entscheidet sich die Sendergruppe für die Fortsetzung eines Formats, das sich von restlichen Castingshows à la "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) positiv abhebt: Keine Leidens- und Lebensgeschichten der Kandidaten, kein Lächerlichmachen von Nicht-Talenten, stattdessen oftmals professionelle Sänger mit außergewöhnlichen Stimmen. Das zeugt von Qualitätsanspruch - und dem Mut, etwas Neues zu probieren, auch wenn die Sendung aus dem Hause Endemol im Ausland bereits Rekordquoten feiern konnte und das Risiko damit zugegebenermaßen überschaubar war.

Vor allem zu Beginn der Show - in der Castingphase aus den "Blind Auditions", in denen die Juroren nur die Stimme der Kandidaten hören konnte, und den "Battles", in denen zwei Teilnehmer gegeneinander antreten mussten - spiegelte es sich auch in den Quoten wider, dass die Zuschauer diese Qualität zu schätzen wissen: Das Format, das zu dieser Zeit noch donnerstags und freitags abwechselnd bei Pro Sieben und Sat 1 lief, holte Marktanteile von bis zu 30,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Ob die fünf Juroren auch in der zweiten Staffel mitmischen, ist noch nicht bekannt
Ob die fünf Juroren auch in der zweiten Staffel mitmischen, ist noch nicht bekannt

Mit den Liveshows wanderte "The Voice" komplett zu Sat 1, was die Quoten einknicken ließ. Diese pendelten sich schließlich knapp unter der 20-Prozent-Hürde ein - allerdings mit einem kräftigen Ausrutscher, bei dem es nur für 15,5 Prozent reichte. Nichtsdestotrotz: Für Sat 1, das eine ältere Zuschauerstruktur hat als Pro Sieben und 2011 auf einen Senderschnitt von 10,6 Prozent kam, ist das Format in jedem Fall quotentechnisch ein Erfolg - und auch deshalb ist es eine gute Idee, daran festzuhalten.

Ob die Jury in der zweiten Staffel wieder aus Nena, Xavier Naidoo, Rea Garvey und The Bosshoss bestehen wird, ist noch nicht bekannt. Erst einmal muss sowieso noch der Sieger der ersten Staffel gefunden werden, Halbfinale und Finale von "The Voice" stehen nämlich noch aus. Wer nicht so lange warten möchte: Aufstrebende Gesangstalente können sich bereits jetzt online für die nächste Runde bewerben. sw
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