Telekom unterliegt im Flatrate-Streit

Mittwoch, 12. Juni 2002

Die Deutsche Telekom muss ihren Konkurrenten für schmalbandige Internetverbindungen über die Telefonleitung nun doch einen Pauschaltarif anbieten. Das hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) entschieden. Gegen die bisherige Praxis der Telekom, ihren Wettbewerbern die Nutzung der Leitungskapazitäten zeitabhängig in Rechnung zu stellen, hatte unter anderem der Wettbewerber Mediaways Protest eingelegt.

Zudem ist nach Ansicht der Regulierer eine Zusammenschaltung des Telekom-Netzes mit dem der Konkurrenten an bundesweit 475 Knotenpunkten ausreichend. Die Telekom hatte dagegen eine Zusammenschaltung an mehr als 1600 Punkten vorgeschlagen, was die Behörde jedoch als wettbewerbsbehindernd ansieht. Die Anzahl der Knotenpunkte ist ausschlaggebend für die Höhe der Nutzungsgebühren, die die Wettbewerber an die Telekom für die Netznutzung zahlen müssen.

Die konkrete Entgelthöhe für die Flatrate soll nun in einem gesonderten Verfahren festgelegt werden. Reg-TP-Präsident Matthias Kurth erwartet, dass die Telekom innerhalb von sechs Wochen einen Entgeltantrag einreichen wird, um so für die Wettbewerber zügig den Weg frei zu machen.
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