Telekom muss sich Internetrechte teilen

Mittwoch, 01. Februar 2006

Ein herber Rückschlag für die Deutsche Telekom: Das Telekommunikationsunternehmen muss sich die Internetrechte an der Fußball-Bundesliga mit Arena teilen. Mit dem Erwerb der TV-Rechte habe die zum Kabelkonsortium Unity Media gehörende Arena gleichzeitig Live-Rechte fürs Internet erworben. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat einen entsprechenden Bericht der "Wirtschaftswoche" bestätigt. Demnach darf das Unternehmen die Spiele einmalig, unverändert und zeitgleich über das Netz übertragen. Die Telekom verfüge hingegen über alle anderen Verwertungsrechte und Präsentationsformen im Internet. Arena soll bereits mit Telekom-Konkurrenten wie Hansenet und Arcor Gespräche führen. Schwierigkeiten bei der Internet-Übertragung erwartet allerdings beide Rechteinhaber: Die Direktoren der Landesmedienanstalten haben bereits bekräftigt, das für das Vorhaben eine Rundunklizenz erforderlich ist - die weder die Telekom noch Arena besitzen.

Die Kabeltochter lässt unterdessen verlauten, auch bei den Gaststätten-Rechten mitzubieten zu wollen. Nach der Telekom könnte Arena damit auch dem aktuellen Rechteinhaber Premiere das Spiel endgültig verderben. Nach dem Verlust der TV-Rechte rechnet der Sender fest mit dem Geschäft aus Hotels und Sportbars. Profitieren würde dagegen die DFL: Der Wettstreit könnte den Preis, derzeit ein einstelliger Millionenbetrag, in die Höhe treiben. Der Ligaverband hatte am Dienstag die Ausschreibung des zweiten Rechtepakets gestartet. Interessenten müssen bis zum 22. Februar ihre Angebote einreichen. Entschieden wird am 31. März. mh





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