"Taz" wird günstiger und teurer zugleich

Freitag, 26. Februar 2010
Die TAZ - die Zeitung, die so viel kostet, wie die Leser bereit zu zahlen sind
Die TAZ - die Zeitung, die so viel kostet, wie die Leser bereit zu zahlen sind

Da die Wirtschaftskrise auch an der "Taz" nicht spurlos vorbei geht, muss die Tageszeitung ab dem 1. März ihre Abopreise erhöhen. Aber nicht alle. Manche Abopreise werden sogar gesenkt. Das "Taz"-typische "Modell der solidarischen Preisdifferenzierung" öffnet die Schere zwischen "ermäßigtem Preis" und "politischem Preis" noch weiter. Zwischen einem "ermäßigten Preis", der bisher bei 23,90 Euro pro Monat lag, und einem "politischen Preis", der es auf stolze 41,90 Euro bringt, gibt es einen "Standardpreis", der sich ungefähr in der Mitte bei 34,90 Euro einpendelt. Die Abonnenten können frei wählen, welchen Preis sie für ihre tägliche Lektüre zahlen wollen.

Anstatt im Zuge einer Abopreiserhöhung alle Preise anzuheben, entscheidet sich Andreas Bull, Geschäftsführer der "Taz", nur den Standardpreis um 1 Euro und den politischen Preis um 2 Euro anzuheben. Der ermäßigte Preis, der ohnehin schon niedrig ist, wird hingegen um 1 Euro gesenkt. Derzeit zahlen immerhin 49 Prozent der Leser den Standardpreis, 29 Prozent beziehen das ermäßigte Abo und beachtliche 22 Prozent sind bereit, den politischen Preis zu berappen. hor
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