Targeting-Pakt: Springer, OMS, Mobile.de und IQ Media verbünden sich

Mittwoch, 08. September 2010
Matthias Wahl, Geschäftsführer OMS, ist einer der Initiatoren der Kooperation
Matthias Wahl, Geschäftsführer OMS, ist einer der Initiatoren der Kooperation

Kurz vor der Online-Marketingmesse Dmexco Mitte September in Köln kommt erneut Bewegung in das Targeting-Geschäft. Die vier Vermarkter Axel Springer Media Impact, OMS, Mobile.de und IQ Media Marketing haben eine gemeinsame Initiative gestartet. Ziel ist es, zusammen eine technische Plattform aufzubauen, mit deren Hilfe Werbungtreibende die Reichweite ihrer durch Targeting ausgesteuerten Kampagnen deutlich vergrößern sollen. Dies bestätigt Matthias Wahl, Geschäftsführer von OMS, auf Anfrage von HORIZONT.NET: "Unbestritten nimmt Targeting heutzutage bei der Umsetzung von Online-Kampagnen eine immer wichtigere Rolle ein. Gerade daher gibt es auf Seiten aller Marktteilnehmer einen hohen Bedarf für valide Marktstandards im Targeting. Diese müssen auch und vor allem unter Einbindung des OVK geschaffen werden. Die neue offene Vermarkter-Initiative "Brand Targeting Initiative" geht hier einen wichtigen strategischen Schritt, dem gesamten Werbemarkt übergreifendes Targeting in einer qualitativ relevanten Reichweite anzubieten. Darüber hinaus werden zudem optimale Voraussetzungen für echte Crossmedia-Kampagnen geschaffen - und das ist das Potenzial der Zukunft."

Bei der Kooperation handelt es sich bereits um das zweite Beispiel für einen Vermarkterzusammenschluss. Erst im April haben sich die Unternehmen Seven-One Media, G+J EMS, Tomorrow Focus und IP Deutschland verbündet und das Targeting-Joint-Venture Ad Audience gegründet. Im Unterschied dazu wollen Springer, OMS, IQ und Mobile.de zumindest vorerst kein separates Unternehmen gründen. Gemeinsamer Dienstleister ist der Targeting-Spezialist Nugg.Ad mit Sitz in Berlin, der seit dem 1. September auch Ad Audience betreut.

Der Grund, warum immer mehr Rivalen über ihren Schatten springen, um gemeinsame Sache zu machen, ist in erster Linie der Druck im Markt. Seit Jahren fordern Werbungtreibende zu Recht, den Wildwuchs an Targeting-Lösungen einzudämmen. Darüber hinaus besteht aufgrund der Insellösungen bisher das Dilemma, dass sich Kampagnen mithilfe von Targeting zwar genau aussteuern lassen, dabei jedoch viel Reichweite verloren geht. Zudem drängen immer mehr Agenturen wie zum Beispiel Pilot ins Targeting-Geschäft und machen den Vermarktern das Revier streitig. bn

Mehr zum Thema Targeting lesen Sie in der kommenden HORIZONT-Ausgabe, die am morgigen Donnerstag erscheint.
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