Talfahrt setzt sich fort

Montag, 15. Juli 2002
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Nielsen Media Research Talfahrt Erhebung Umsatz


Nach der aktuellen Erhebung von Nielsen Media Research fallen die Brutto-Werbeaufwendungen in den klassischen Medien für das 1. Halbjahr 2002 mit 8,16 Milliarden Euro um 6,1 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Nach dem 1. Quartal lagen die Umsätze bereits 5,2 Prozent unter dem Wert von 2001. Insgesamt wurden zwischen Januar und Juni dieses Jahres 533 Millionen Euro weniger in Werbung investiert als im Vergleichszeitraum des 2001.

TV verbucht trotz eines Rückgangs um 7,2 Prozent die höchsten Werbeumsätze mit 3,5 Milliarden Euro. Ein Lichtblick: Im Monat Juni lagen die Werbeeinnahmen hier mit plus 2,4 Prozent zum ersten Mal in diesem Jahr im schwarzen Bereich. Publikumszeitschriften und Zeitungen folgen hinter TV mit 1,96 beziehungsweise 1,76 Milliarden Euro, was Einnahmeverlusten von 6,5 respektive 4,8 Prozent entspricht. Beim Radio wächst das Minus bei einem Gesamtumsatz von 463 Millionen Euro auf 5,5 Prozent an. Plakat meldet nach einem vergleichsweise schwachen 2. Quartal ein Minus von 3,2 Prozent, während allein die Fachpresse mit 210 Millionen Euro gegenüber 2001 ein marginales Plus aufweist.
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