"Tagesspiegel" soll zur Stiftung werden

Montag, 31. März 2003

Die Verlagsgruppe Holtzbrinck will den Berliner "Tagesspiegel" in eine Stiftung einbringen, um die vom Bundeskartellamt abgelehnte Übernahme der "Berliner Zeitung" von Gruner + Jahr doch noch via Ministererlaubnis durchzudrücken. Die Stiftung soll die redaktionelle Unabhängigkeit des "Tagesspiegels" von der "Berliner Zeitung" garantieren. Beide Blätter konkurrieren in der Hauptstadt miteinander. Die Redaktion soll in eine eigene Redaktionsgesellschaft überführt werden, über deren Unabhängigkeit das aus 13 Mitgliedern bestehende Kuratorium wacht.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" gehören "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust, "Focus"-Chef Helmut Markwort sowie der "Stern"-Chefredakteur Thomas Osterkorn zu den Mitgliedern. Holtzbrinck verpflichtet sich, der Redaktionsgemeinschaft für die Dauer von 20 Jahren die Artikel für die Zeitung abzukaufen. Außerdem verpflichtet sich Holtzbrinck, sein Stadtmagazin "Zitty" zu verkaufen, da die "Berliner Zeitung" mit "Tip" ein ähnliches Magazin betreibt. he
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