Tablet liegt beim Medienkonsum vorn

Montag, 20. August 2012
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Für den Medienkonsum eignen sich besonders gut Tablet-PCs - sei es für gedrucktes Wort, Audio- oder Videoinhalte. Der PC dient dagegen unverändert vor allem der Internetnutzung, Handys in erster Linie der Kommunikation. Dies ist ein Ergebnis des TNS Convergence Monitor. Für die Studie hat die TNS Infratest insgesamt 1531 Personen zwischen 14 und 64 Jahren in Deutschland befragt. Sie wurden repräsentativ ausgewählt und in persönlich-mündlichen Interviews im April und Mai befragt. Der PC ist demnach das Gerät, mit dem die meiste Zeit im Internet verbracht wird. 85 Prozent der Befragten - und damit nahezu alle Internetnutzer - gehen mit ihrem Computer online.

Die neue Endgeräte werden zusätzlich genutzt und auch für andere Aufgaben, wie zum Beispiel zur Navigation. Ein Fünftel der Nutzer gibt an, es zumindest selten dafür zu nutzen. Bei Smartphone-Besitzern sind es schon über die Hälfte. "Die Endgeräte werden immer mehr zu Medienkönnern, die sich für die Nutzung sowohl von Internet, Fernsehen, Radio und gedrucktem Wort eignen", sagt Andrea Geißlitz, Associate Director bei TNS Infratest.  

Wofür die Geräte eingesetzt werden, hängt vor allem von den Inhalten ab. "Der Trend geht nicht zu weniger, sondern zu mehr Geräten. Denn jedes Gerät hat spezifische Vorteile und die Nutzer wählen je nach Situation und Inhalt das Gerät, das am Besten geeignet ist", so Geißlitz. Tablets dienen besonders häufig für die Nutzung klassischer Medieninhalte. 62 Prozent der Tablet-Nutzer rufen mindestens einmal im Monat aktuelle Nachrichten ab, 52 Prozent mindestens einmal die Woche. Videoclips schaut die Hälfte der Nutzer einmal im Monat an, ein Drittel wöchentlich. Livestreams von TV-Sendungen werden bereits von 20 Prozent einmal im Monat angesehen, von 15 Prozent wöchentlich.

Fernsehgeräte, die zunehmend internetfähig werden, werden in der Nutzung ebenfalls relevanter. 2011 hatten erst zehn Prozent der 14- bis 64-Jährigen ein solches Gerät, eine internetfähige Set-Top-Box oder eine Spielekonsole. 2012 sind es 17 Prozent. Davon haben allerdings erst zehn Prozent das Gerät auch ans Internet angeschlossen und nur 7 gehen auch damit ins Netz.  pap
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