Tablet-Markt: Paid Content funktioniert auch auf dem iPad kaum

Donnerstag, 27. Oktober 2011
Auch auf dem iPad läßt sich Paid Content nur schwer durchsetzen
Auch auf dem iPad läßt sich Paid Content nur schwer durchsetzen

Erleichtern Tablets die Durchsetzung von Paid Content? Eine US-Studie dürfte zur Ernüchterung unter den deutschen Verlegern („Dankt Steve Jobs, dass er die Verlagsbranche rettet", Mathias Döpfner) führen. Der Tenor: iPad-Leser und Tablet-Nutzer sind News-Junkies, aber Geld für digitalen Content ausgeben wollen auch sie nicht. 18 Monate nach Einführung des iPad 1 besitzen schon 11 Prozent der US-Erwachsenen einen Tablet-Computer. 53 Prozent von ihnen lesen täglich Nachrichten - Content ist populärer als Social Media auf einem iPad (39 Prozent) 42 Prozent lesen nicht nur News und Headlines, sondern auch lange Artikel. Immerhin ein Drittel der Tablet-Besitzer lesen Nachrichten häufiger als vor ihrer Tabletphase.

Soweit die Good News der Studie des amerikanischen „Pew Research Center's Project For Excellence in Journalism". Die schlechten Nachrichten folgen auf dem Fuß: Nur 14 Prozent der Nachrichten-Leser haben für News auf dem Tablet bezahlt. 23 Prozent der Nutzer sind Abonnenten eines Printprodukts, bei dem der Zugang zu digitalen Quellen ohnehin schon inklusive ist. Die Konklusio der Forscher: Das Umsatzpotenzial mit bezahlten Nachrichten ist limitiert. Und auch eine weiteres Studienergebnis dürfte bei den Medien zumindest für Stirnrunzeln sorgen: Die Newsjunkies unter den Tablet-Nutzern schauen nämlich deutlich weniger fern und nutzen auch keinen PC, um sich über das Weltgeschehen zu informieren. Fazit: Die Tablet-Revolution ist in vollem Gang, aber Medienhäuser werden sich noch gehörig ins Zeug legen müssen, um davon umsatzmäßig zu profitieren. vs

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