TV-Vermarkter planen übergreifende Organisation für ihr Gattungsmarketing

Donnerstag, 15. Juli 2010
Discovery-Chef Magnus Kastner
Discovery-Chef Magnus Kastner

Die TV-Vermarkter üben den Schulterschluss. Schon im Oktober soll eine gemeinsame Standesvertretung startklar sein. Noch hat sie keinen Namen und ein Geschäftsführer wird auch noch gesucht. Dennoch sind alle Beteiligten zuversichtlich, dass sie im Herbst ihre eigene Gattungs-Plattform auf solide Beine gestellt haben werden. Deren Keimzelle ist im TV-Wirkungstag zu suchen, der dieses Jahr schon zum siebten Mal von acht deutschen TV-Vermarktern ausgerichtet wurde. Dazu gehören: IP Deutschland, Seven One Media, El Cartel Media, Viacom, Discovery Networks und Tele 5 sowie die beiden öffentlich-rechtlichen Vermarkter ARD-Werbung Sales & Services und das ZDF Werbefernsehen. Seit Monaten treffen sich deren Top-Manager, um an der neuen Organisation zu feilen. Die Gespräche seien laut Magnus Kastner, Chef von Discovery, von großem Teamgeist geprägt. Er, wie seine Kollegen der anderen privaten Vermarktungsfirmen, werden vom Start weg der Gattungsinitiative beitreten. Ob das auch für die ARD-Werbung Sales & Services und das ZDF Werbefernsehen gilt, bleibt offen. Bei den Vorbereitungsgesprächen sitzen sie aber mit am Tisch und laut IP-Chef Martin Krapf sind alle willkommen. Selbst der Beitritt von Pay-TV-Anbietern wird diskutiert.

Exklusiv für Printabonnenten

Exklusiv für Printabonnenten
Alle Hintergründe zum Thema lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 28/2010. die am 15. Juli erscheint.

HORIZONT abonnieren
HORIZONT E-Paper abonnieren


Leuchtendes Vorbild der Vermarkter-Organisation ist das 2005 in Großbritannien gegründete Pendant Thinkbox. Sie steht für das britische Werbefernsehen „in all seinen Formen“. Getragen wird Thinkbox von sechs Vermarktern, darunter auch Sky Media, die insgesamt für 90 Prozent der Werbeeinnahmen stehen.

Analog soll auch die deutsche noch namenlose Vertretung aufgebaut sein. Ihr oberstes Ziel wird sein, übergeordnete Themen rund um das Medium TV auf den Weg zu bringen. Sei es mittels gemeinsamer Studien oder durch Öffentlichkeitsarbeit wie sie beim Verband der deutschen Zeitschriftenverleger (VDZ) oder der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) Usus sind. Insofern muss der Repräsentant der TV-Vermarkter genügend Know-how aus Forschung, TV-Marketing und Medienwissen mitbringen, um die Vorzüge der TV-Werbung bestmöglich darstellen zu können. ejej 
Meist gelesen
stats