TV-Vermarkter bitten zur Kasse

Donnerstag, 12. August 1999

Auch nach der Kurskorrektur der privaten TV-Vermarkter führt die kumulierte Preiserhöhung bei kurzen Werbespots zum Teil zu drastischen Teuerungsraten. "Wer künftig noch Spots unter 20 Sekunden schalten will, muß ein dickes Portemonnaie haben", sage Mindshare-Geschäftsführer Guido Modenbach. Wie hoch die Preissteigerungen ausfallen, wenn man disproportionale und Jahrespreiserhöhung verrechnet, zeigt eine Analyse, die Mindshare für HORIZONT erstellt hat. So müssen Kunden bei Pro Sieben künftig für einen 15sekünder 18 Prozent mehr zahlen, der 10sekünder kostet 29 Prozent mehr. Für einen fiktiven Mediaplan gilt: Nur bei Spots zwischen 20 und 30 Sekunden steigen die Preise moderat um 2 bis 3 Prozent. 15sekünder werden im TV-Plan aber schon um 16 Prozent, 10sekünder 22 Prozent teurer. Vor allem kleinere Kunden sind davon betroffen, denn sie schalten aus Konstengründen in der Regel kürzere Spots. Eine Budgeterhöhung um 20 Prozent ist bei vielen nicht drin. Modenbach: "Kunden, die bisher kurze Spots gewählt haben, um überhaupt im TV präsent zu sein, werden gezwungen, sich nach Alternativen umzusehen." Mehr dazu in der HORIZONT-Ausgabe 32/99.
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