TV-Trends: Produktionen werden hochwertiger

Freitag, 31. Mai 2013
Online-Anbieter wie Netflix setzen die traditionellen Sender unter Druck (Foto: Netflix)
Online-Anbieter wie Netflix setzen die traditionellen Sender unter Druck (Foto: Netflix)


Nicht zuletzt durch den Druck, den neue Player wie Netflix, Hulu und Amazon aufbauen, wird das TV-Programm wieder hochwertiger. Diesen Trend macht zumindest das Forschungsinstitut Médiametrie in der aktuellen Erhebung der Studie "NOTA - International TV Trends" aus.
"Der Wettbewerb war noch nie so hart, die Notwendigkeit herauszustechen so stark, die Kreativität so angeregt", schreiben die Autoren Amandine Cassi, Head of Research, und Julia Espérance, Media Consultant, die für Nota - steht für New on the Air - neue TV- und Web-Formate aus den Genres Entertainment, Fiktion und Dokumentation in 30 Ländern untersucht haben. Eine Folge des schärferen Wettbewerbs ist die Entwicklung des Marktes nach oben: Große Talente stehen vor und hinter der Kamera, es gibt ambitionierte internationale Koproduktionen und Serien, die zum Eventfernsehen werden.

Die neuen Internetkonkurrenten starten in der aktuellen Saison durch. So hat Netflix nach "House of Cards" mit Kevin Spacey nun mit "Bad Samaritans" auch eine Comedy ausgestrahlt. In kürze folgt "Orange is the New Black". Amazon hat gerade die Serien "Betas" und "Alpha House" mit John Goodman beauftragt und Hulu "Quickdraw" und die Sitcom "Mother up!" mit Eva Longoria. Damit steigt der Druck auf die traditionellen TV-Anbieter, hochwertige Serien mit bekannten Darstellern zu produzieren und auch ein höheres redaktionelles Risiko einzugehen.

"Es ist eine Strategie, die bei den Zuschauern aufzugehen scheint", schreiben die Autoren. Besonders sichtbar wird das im Bereich Krimi, zum Beispiel an "Death of a Pligrim" über die Ermordung des schwedischen Premierministers Olof Palme, das ZDF Enterprises und der schwedische Sender SVT produzieren. Weitere Beispiele sind der britische Thriller "Utopia" von Shine International und "Bates Motel" von NBC Universal. Letzteres holte mit der ersten Folge 2,5 Millionen Zuschauer zwischen 18 und 49 Jahren. pap
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