TV Trends: Keiner ist allein

Dienstag, 10. Mai 2011
TV-Zuschauer verbindet das Wir-Gefühl
TV-Zuschauer verbindet das Wir-Gefühl

Ob im fiktionalen Bereich oder in den Gameshows - weder Schauspieler noch Zuschauer müssen sich alleine fühlen. Das Gemeinschaftsgefühl und die Unterstützung ist der größte Trend, den die Organisation NOTA derzeit international bei TV-Formaten ausmacht. NOTA steht für New on the Air und wurde gegründet von Eurodata TV Worldwide und IMCA. Die Organisation wertet halbjährlich neue Programme in 17 Ländern aus, darunter UK, USA, Deutschland und die Niederlande. "Mit Inhalten, die sich unabhängig machen von der Einheit aus Zeit, Ort und Aktion, geht der Trend dahin, Zuschauer in Programme zu integrieren und auf verschiedenen Plattformen. Ob Programme nun interaktiv sind oder Menschlichkeit fördern -es geht darum, die Menschen zu vereinen", schreibt Nota.

Die Experten machen drei starke Entwicklungen aus:

Erstens: Factual Entertainment Programme wollen helfen.

Bei Factual-Entertainment-Formaten, zu denen zum Beispiel Reality-Shows und Real-Life-Sendungen gehören, steht derzeit die Hilfe im Mittelpunkt. In der britischen Serie "Teenage meets old Age" auf BBC 2 helfen Jugendliche Bewohnern eines Altenheims. Das BBC-3-Format "Junior Doctors: Your Life in their Hands" zeigt Mitzwanziger, die beginnen als Ärzte zu arbeiten. 

Zweitens: Gameshows verströmen Teamgeist

Teamgeist prägt derzeit die Spielshows und relativiert die teilweise harten Herausforderungen an die Kandidaten. In "Famous and Fearless" auf dem britischen Sender Channel 4 trainieren einige Prominente hart, um zu gewinnen. Der Jackpot für einen guten Zweck.

In der französischen Show "Tout le monde peut jouer" können auch die Zuschauer Teil des Spiels werden. Kandidaten, TV-Zuschauer und Internetuser treten gegeneinander an.

Drittens: Fiktion - ein Gemeinschaftsexperiment

Bei fiktionalen Inhalten spielt die Gemeinschaft in ganz anderer Hinsicht eine Rolle. Teure Produktionen werden immer häufiger länderübergreifend hergestellt. Die beiden US-Serien "Camelot" auf Starz und "The Borgias" auf Showtime sind Beispiele für Co-Produktionen.

Immer mehr TV-Produktionen finden zudem den Weg ins Internet. Das Facebook-Spiel "Gossip Girl - Social Climping" knüpft an die TV-Serie an. Die französische Arte-Serie "60 Seconds" wird täglich nur auf Facebook ausgestrahlt. pap
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