TV Today weitet sein Programmlisting um Pay-TV und weitere Digitalprogramme aus

Mittwoch, 02. Juni 2004

Im Kampf um die Bezieher der zur nächsten Woche eingestellten Premiere-Kundenzeitschrift weitet die 14-tägliche Zeitschrift "TV Today" ihr Programmlistung um das Premiere-Programm sowie die digitalen öffentlich-rechtlichen Sender aus. Ab 18. Juni erscheint das Heft deshalb mit einem um 27 Seiten erweiterten Umfang. Diese verteilen sich auf je 1,5 Seiten tägliches Premiere-Programm und ein sechseitiges Filmlexikon am Ende des Heftes mit den 100 Neustarts und den besten Filmen, die auf Premiere laufen.

Das Pay-TV-Listing ist analog den Premiere-Sparten aufgeteilt und enthält auch einen Filmplaner inklusive Bewertung. Für "TV Today"-Geschäftsführer Ewald Wessling ist der Wegfall des kostenlosen Premiere-Programmheftes eine "einmalige Herausforderung", um neue Käufer zu gewinnen, ohne die bisherigen zu vergrätzen. Er schätzt, dass sich jetzt bis zu 2 Millionen Premiere-Abonnenten auf die Suche nach umfassenden Programminformationen machen müssen. Die für Programmie- Abonnenten kostenlos beigelegten Premiere-Supplements der Bauer Verlagsgruppe und von "TV Spielfilm" sind seiner Meinung nach "defensive Maßnahmen, um die eigene Zeitschrift im Abonnement zu schützen". Durch diese Beilagen würden am Kiosk keine neuen Käufer gewonnen, die bislang das Premiere-Programm-Magazin bezogen haben. Um diese buhlt auch der von der Konkurrenz heftig angefeindete Springer-Programmie "TV Digital", der in Kooperation mit Premiere seinerseits auf die Abonnenten des Bezahlsenders setzt.

Die Restrukturierungsmaßnahmen kommuniziert der Verlag über eine Werbekampagne, die bis Ende Juli laufen wird. Für die Kreation ist KNSK, Hamburg, verantwortlich, die Mediaplanung liegt in den Händen der Hamburger Initiative Media. Der Verlag investiert eine Million Euro in TV-Werbung, unterstützt von Print. Für die Zukunft gibt sich Wessling optimistisch: "Mit unserem einzigartigen Konzept sind wir hervorragend aufgestellt." Der neue Eigner der Programmzeitschrift, Hans-Georg Barlach, hat indes eine zweijährige Bestandsgarantie für das bislang defizitäre Blatt abgegeben. Einen Personalabbau werde es kurzfristig nicht geben. wg
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