TV Today bleibt bei einer Mark

Mittwoch, 25. November 1998

Das Gerücht, daß die 14tägliche Programmzeitschrift "TV Today" (Gruner + Jahr) seinen Copypreis ab Ausgabe 25/98 nicht wieder auf 2,50 Mark anhebt, hat sich bestätigt. Nach zwei Ausgaben zu 1 Markwird auch die am Freitag erscheinende Ausgabe von "TV Today" zu einer Mark auf den Markt kommen. Zusätzlicher Kaufanreiz: Eine CD-Rom auf dem Titel: "Das ist eine tolle Sache für den Käufer: Er kriegt im Prinzip eine CD-Rom für 1 Mark und das Heft gratis dazu", erklärt Milchstraßen-Geschäftsführer Anzeigen Martin Fischer, der auf diese Aktion ebenso wie andere Branchenkollegen mit Kopfschütteln reagiert. Wie die Milchstraße wird auch der Heinrich-Bauer-Verlag ("TV Movie") nicht auf die weitere Copypreissenkung von "TV Today" reagieren. Die Copypreise von "TV Spielfilm" und "TV Movie" bleiben bei 2,60 Mark. Bei Bauer, so heißt es, will man aber juristische Schritte prüfen.
"Die Maßnahme zeugt nicht von viel Selbstbewußtsein", erklärt Sebaldus-Pressesprecher Franz Hermann. Ihrneuer 14täglicher Programmie "TV direkt" sollte ursprünglich nach zwei Schnupperausgaben zum endgültigen Copypreis erscheinen. "Wenn ,TV Today” jetzt zum dritten Mal das Heft für eine Mark verkauft, könnte das dazu führen, daß wir uns überlegen, unsere Einführungskampagne ebenfalls zu verlängern", erklärt Hermann. Im Klartext: Der "TV direkt"-Schnupperpreis von 80 Pfennig könnte noch ein bißchen fortgeführt werden. Endgültig entschieden, so Hermann, sei gegenwärtig aber noch nichts. Wie lange der gesenkte Copypreis von "TV Today" noch gelten soll, konnte Gruner+Jahr-PressesprecherPeter C. Hamel noch nicht sagen: "Wir werden uns die entsprechenden Optionen offen halten, und wollen uns da natürlich nicht durch frühzeitige Aussagen präjudizieren." Es sei zur Zeit jedoch nicht beabsichtigt, den Copypreis generell auf eine Mark zu senken. Bei G+J sei man mit dem bisherigen Verlauf der Preisaktion indes zufrieden, fügt Hamel hinzu: "Wir haben in den beiden Nummern, die wir zum Preis von einer Mark verkauft haben, erhebliche Auflagensteigerungen erzielen können." So konnte bei der ersten Ausgabe die Auflage um 500.000 auf knapp 1,8 Millionen Exemplare gepusht werden.
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