TV-Sender wollen Sportwetten durchsetzen

Montag, 29. Mai 2006
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Sportwette DSF RTL Arbeitskreis Länderregierung


Die Fernsehsender DSF, Premiere, RTL sowie die Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe haben sich zum Arbeitskreis Wetten verbündet, um in Sachen Sportwetten den Druck auf die Länderregierungen zu erhöhen. In einem gemeinsamen Schreiben an die Ministerpräsidenten heißt es, ein Verbot von privater Sportwetten hätte für die Medienindustrie "verheerende Folgen". Die Sender rechnen demnach mit einem Einnahmeverlust in deutlich zweistelligen Millionenbereich. Die Länderchefs beraten im Rahmen eines Treffens am 22. Juni das Thema Sportwetten. Das Verfassungsgericht hat das staatliche Wett-Monopol zwar für verfassungswidrig erklärt, den Ländern jedoch eine Hintertür offen gelassen. So kann das Monopol bestehen bleiben, wenn es zur effektiven Bekämpfung der Spiel- und Wettsucht diene, was im Moment nicht der Fall sei. Oder der Gesetzgeber muss auch private Wettkonkurrenz zulassen. gen
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