TV-Sender halten KDG-Zugeständnisse für ungenügend

Donnerstag, 02. September 2004
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Kabel Deutschland Jürgen Doetz ProSiebenSat.1 FAZ Ish NRW


Die Zugeständnisse des Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland (KDG) gehen den deutschen Free-TV-Sendern nicht weit genug. Jürgen Doetz, Präsident des Verbands Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) und Vorstandsmitglied bei Pro Sieben Sat 1 sagte der "FAZ": "Unsere Bedenken sind nicht ausgeräumt. Das Verschlüsselungs-Problem wird nur vertagt."

Um die Kabelunternehmen Ish, Iesy und Kabel BW nach dem Veto des Kartellamts doch noch übernehmen zu können, hatte KDG gestern unter anderem angekündigt, auf eine Grundverschlüsselung der Sender im Digitalkabel bis zum Jahr 2007 zu verzichten. "Was danach passiert, ist aber völlig offen", gibt Doetz zu bedenken.

Die Sender fürchten, dass ihre Zuschauer-Reichweite eingeschränkt werden könnte. Allerdings erklärte Doetz, im Falle einer Beteiligung an den Kabelgebühren der Verschlüsselung doch noch zustimmen zu können: "Wir sind nicht aus Prinzip dagegen. Sollten auch wir dadurch wirtschaftliche Vorteile haben, würde es uns leichter fallen, unsere Bedenken zurückzustellen." he
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