TV-Sender beziehen EU-Ausländer in Werbemarktreportings ein

Donnerstag, 13. Januar 2005

Mitte vergangenen Jahres wurde es heftig diskutiert, jetzt ist es beschlossene Sache: Ab diesem Jahr werden die TV-Sender die EU-Ausländer auch in die Werbemarktreportings einbeziehen. Darauf hat sich die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), in der neben den TV-Sendern auch Kunden und Agenturen repräsentiert sind, geeinigt. "Wir sind froh, dass auch die Kundenvertreter in der AGF unseren Argumenten gefolgt sind", sagt Andrea Malgara, Geschäftsführer Marketing &Research bei Seven-One Media.

Als der Vermarkter im Mai 2004 mitteilte, Werbeauswertungen künftig auf Basis des GfK-Panels inklusive der EU-Haushalte ausweisen zu wollen, ging ein Aufschrei durch die Branche. Da die Tausendkontaktpreise durch die Einbeziehung der EU-Haushalte sinken, befürchteten Kunden und Agenturen versteckte Preiserhöhungen (HORIZONT 19/2004). "Wir konnten deutlich machen, dass die Einführung von deutschen plus EU-Haushalten als Standard für den Werbemarkt einzig der Harmonisierung des AGF-Systems dient", stellt Seven-One-Mann Malgara, der in diesem Jahr Vorsitzender der AGF ist, fest.

Kunden und Agenturen sehen die EU-Plus-Variante ohnehin auf die Außenkommunikation beschränkt: "Es geht darum, dass die Sender in der Fachöffentlichkeit mit dem Panel inklusive EU-Haushalte arbeiten können, ausgewertet werden kann weiterhin alles", meint Klaus-Peter Schulz, CEO von OMD Germany. Und Uwe Becker, Media Director Unilever Deutschland, weiß: "Agenturen und Werbungtreibende werden ihre eigenen Betrachtungen nach wie vor auf der Grundlange des deutschen Panels anstellen. Auf welcher Basis man die Gespräche mit den Sendern führt, bleibt jedem selbst überlassen." ra

Mehr dazu in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe vom 13. Januar.
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