TV-Reichweiten: Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung integriert Sinus-Typologie

Mittwoch, 14. Juli 1999

Nach fünfjähriger Debatte hat sich die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) für eine Integration der Sinus-Milieus in die Erhebung der TV-Reichweiten entschieden. Ab dem Jahr 2000 werden nun neben den rein soziodemographischen Daten, die die Gfk Nürnberg im Auftrag der AGF innerhalb des Fernsehpanels erhebt, auch psychographische Daten verfügbar sein. Unabhängig von Alter oder Einkommen beschreiben dabei die Sinus-Milieus die Werteeinstellungen und Lebensanschauungen der Zuschauer. Vor kurzem wurde noch gemutmaßt, daß die Gfk-eigene Typologie Euro Socio Styles (ESS) bei der AGF das Rennen macht. Aber letztlich hat das "klare Votum der Werbewirtschaft pro Sinus den Ausschlag gegeben", betont Dieter K. Müller, Direktor Forschung und Service bei der ARD-Werbung und stellvertretender Sprecher der AGF. Die RISC-Typologie und die Semiometrie des Bielefelder Emnid-Instituts schieden ohnehin vorzeitig aus. Der Vertrag mit dem Heidelberger Institut Sinus Sociovision ist zunächst auf ein Jahr befristet.
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