TV-Produzenten fordern Ausnahmeregelung von Finanzminister Eichel

Freitag, 03. Januar 2003

Film 20, die Lobby der deutschen TV- und Filmproduzenten, kritisiert die Steuerpläne von Finanzminister Hans Eichel. Die Vorschläge zur Mindestbesteuerung und Begrenzung des Verlustabzugs im Entwurf für ein Steuervergünstigungsabbaugesetz seien für die Filmwirtschaft eine Zeitbombe. Der potenzielle Liquiditätsabfluss durch die Steuer können für die Produzenten zur Existenzbedrohung werden, so Film-20-Generalsekretärin Georgia Tornow: "Die Ideen zu Mindestbesteuerung und Verlustabzug sind für die Filmproduzenten echte Killer-Applikationen."

Geht es nach Eichel, würden nicht mehr die Verluste in der tatsächlich angefallenen Höhe im ersten Jahr berücksichtigt, sondern der Verlustvortrag könnte in den folgenden Jahren jeweils nur noch in Höhe von 50 Prozent der Erlöse steuerlich geltend gemacht werden. Bislang können die Produktionskosten im Jahr der Herstellung komplett als Aufwand verbucht werden. Film 20 fordert daher eine Ausnahmeregelung für die Medienbranche.
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