TV-Handel über das Kabelnetz birgt enormes Potenzial

Dienstag, 22. August 2000

Im Zeitalter von UMTS lenkt Andersen Consulting seinen Blick auf das Kabelfernsehen. 2003, so stellte die Unternehmensberatung in einer Studie fest, werden Kabel-TV-Anbieter mit E-Commerce und interaktiven Breitbanddiensten 13 Milliarden Mark umsetzen. Die Kabel-TV-Firmen haben gegenüber konkurrierenden Techniken entscheidende Wettbewerbsvorteile: Zum einen sind die Startinvestitionen weit geringer als die, die bei UMTS anfallen. Die Umrüstung des Kabelnetzes wird nach Andersen-Schätzungen insgesamt circa 15 Milliarden Mark kosten. Das entspricht den Kosten pro Anbieter für die UMTS-Lizenzen. Zudem profitiert das Fernsehen von seiner Bedienungsfreundlichkeit, der großen Übertragungsbandbreite und der Vielfalt des Dienste-Angebotes. Ob kabelbasiertes Telefonieren, die Nutzung von Online-Spielen oder der Internetzugang - den Möglichkeiten des TV-Handels sind nach Andersen keine Grenzen gesetzt, sobald das Netz zum Endverbraucher auf Zwei-Wege-Kommunikation umgestellt ist. Daran arbeiten gerade die Unternehmen UPC, NTL und Callahan Associates, die den bisher zersplitterten Markt durch agressive Aufkäufe bereinigen. Die drei Anbieter werden nach Einschätzung von Andersen-Partner Gerhard Thomas mittelfristig die kleineren Regionalanbieter schlucken.
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