"TV Digital" ist der große Reichweitengewinner der MA Pressemedien 2012 I

Mittwoch, 25. Januar 2012
"TV Digital" ist der Gewinner der aktuellen Print-MA
"TV Digital" ist der Gewinner der aktuellen Print-MA

Die Zeitschriftennutzung in Deutschland ist weiterhin auf hohem Niveau stabil. 92,7 Prozent der über 14-Jährigen greifen in Deutschland regelmäßig zu Zeitschriften und Magazinen - das sind 65,2 Millionen Leser. Das geht aus der aktuellen MA 2012 Pressemedien I hervor, die heute veröffentlicht wurde. Dass unter dem Strich dennnoch ein kleines Minus von 0,3 Prozent steht, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA) damit, dass im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung drei Titel weniger ausgewiesen wurden. Aktuell erhebt die AG.MA die Reichweiten von 159 Zeitschiften.

Der große Gewinner der MA 2012 ist die "TV Digital": Die Programmzeitschrift von Axel Springer steigert ihre Reichweite um 350.000 Leser bzw. 9 Prozent auf 4,36 Millionen Leser. Ebenfalls zahlreiche Leser dazugewinnen konnten "TV 14" (+280.000 Leser bzw. 4 Prozent), das "Öko-Test Magazin" (+240.000 Leser bzw. 13 Prozent) und die "Bild am Sonntag" mit einem Zuwachs von 210.000 Lesern bzw. 2 Prozent. Deutlich im Plus sind außerdem "Welt der Wunder", der "Playboy" und der "Stern". Letzterer kann seine Reichweite als einziges der großen aktuellen Titel leicht ausbauen und gewinnt 110.000 Leser hinzu. "Spiegel" (-200.000 Leser bzw. 3 Prozent) und "Focus" (-80.000 Leser bzw. 2 Prozent) verlieren dagegen Leser.

Am deutlichsten im Minus sind das TV-Supplement "Prisma" (-390.000 Leser bzw. 5 Prozent) "TV Movie" (-350.000 bzw. 6 Prozent) und der IT-Titel "PC Welt" (-210.000 bzw. 11 Prozent).

Reichweitenstärkste Titel bleiben "ADAC Motowelt" mit 17,15 Millionen Lesern, das Supplement "rtv" mit 12,66 Millionen Lesern und die "Bild am Sonntag" mit 10,78 Millionen Lesern.

Christian Goedecke, Vorstand Publikumszeitschriften der AG.MA sieht in der aktuellen Erhebung positive Signale für die Branche: "Die konstant hohen Reichweiten zeigen, dass Zeitschriften nicht durch das Internet ersetzbar sind. Auch von den überdurchschnittlich Internet-affinen Jugendlichen lesen nach wie vor deutlich über 90 Prozent Magazine". dh

Die 20 reichweitenstärksten Zeitschriften
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