T-Online und Axel-Springer gründen Tochter-Unternehmen

Mittwoch, 04. April 2001

Im Zuge der Gründung der gemeinsamen Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin kauft T-Online 37 Prozent des News- und Entertainment-Portals bild.de. Das Projekt steht allerdings noch unter Gremien- und Kartellvorbehalt. Den handelnden Unternehmen zufolge ist die konzeptionelle Entwicklung von www.bild.t-online.de zum General-Interest-Portal mit den Schwerpunkten News und Entertainment bereits abgeschlossen.

Dabei steht fest, dass Roland Tetzlaff, 39, seit Januar Managing Director bild.de, in der neuen AG "eine vergleichbare Rolle" übernehmen soll, wie es offiziell heißt. Der 51-jährige Udo Röbel, seit Januar dieses Jahres Chefredakteur bei bild.de, wird für die inhaltliche Gestaltung verantwortlich zeichnen. Wie der Vorstand konkret besetzt werden soll, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Die Manager aller Parteien zeigen sich erwartungsgemäß zuversichtlich. Mathias Döpfner, Multimedia- und Zeitungsvorstand im Axel-Springer-Verlag, hält das Projekt für eine "Idealkonstellation": "Bild.de/T-Online.de soll dazu beitragen, das Internet für den weiteren Ausbau hin zum echten Massenmarkt noch attraktiver zu machen." Döpfner und Telekom-Chef Ron Sommer kündigen bereits weitere gemeinsame Aktivitäten an. Sommer will mit dem Joint Venture "den Abstand zu unseren Wettbewerbern weiter vergrößern", und Thomas Holtrop, Vorstandsvorsitzender von T-Online, "das führende Internet-Haus in Europa werden."

Da sich der Axel-Springer-Verlag und T-Online langfristig einen Spitzenplatz in Europa sichern wollen, hat die Zeit der Kooperationen und strategischen Allianzen erst begonnen. Beispielsweise starten Springer und Otto-Versand im Rahmen eines Joint Ventures mit sheego.com ein Interessenportal für Frauen. Bei T-Online ist eine Kooperation mit der Kirch Media im Gespräch.
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