T-Online tastet sich an die Gewinnzone heran

Donnerstag, 23. Mai 2002

Bei der bislang defizitären Telekom-Tochter T-Online rückt der Break Even langsam aber sicher in greifbare Nähe. Wie das Unternehmen mitteilt, ist der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im 1. Quartal 2002 gegenüber dem Vorjahresquartal um 79 Prozent auf 14 Millionen Euro gesunken. Das Deutschlandgeschäft lag laut T-Online mit 21 Millionen Euro erneut im positiven Bereich.

Der positive Trend wird mit der Migration der Kunden aus der verlustbringenden Schmalbandflatrate und Effizienzverbesserungen begründet. Der Konzernumsatz ist im 1. Quartal 2002 um 31 Prozent auf 366 Millionen Euro angestiegen. Dennoch ist T-Online noch weit von dem Ziel entfernt, bis 2004 mehr als 30 Prozent der Umsätze im Portalgeschäft zu erwirtschaften. Im 1. Quartal dieses Jahres lag der Non-Access-Anteil mit 69,5 Millionen Euro gerade einmal bei 19 Prozent. Hinzu kommt, dass 41 Prozent der Umsätze in diesem Bereich durch das Geschäft mit dem Mutterhaus Deutsche Telekom erwirtschaftet wurden.

Bei den Kundenzahlen hat T-Online erneut zugelegt. Europaweit gehen mittlerweile mehr als 11,2 Millionen Surfer über einen Zugang von T-Online ins Netz. Dennoch scheint sich das Unternehmen außerhalb Deutschlands weiterhin schwer zu tun. Nur rund 2 Millionen Kunden haben sich bei einer der Auslandstöchter in Frankreich, Spanien, Portugal und Österreich angemeldet. Mit 9,2 Millionen Kunden bleibt Deutschland weiterhin der wichtigste Markt des Unternehmens.

Hier kommt offenbar das Geschäft mit den schnellen DSL-Zugängen derzeit richtig in Schwung. In Deutschland nutzten Ende März rund 1,2 Millionen T-Online-Kunden einen Breitbandanschluss des Unternehmens. Das entspricht 13 Prozent der Kunden von T-Online.
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