T-Online steigert Ergebnis / Neues Berichtmethodik führt zu Einbruch bei DSL-Kundenzahl

Mittwoch, 12. Mai 2004

Die Telekom-Tochter T-Online International hat im 1. Quartal 2004 ihren Gewinn gesteigert. Wie das Unternehmen bekannt gibt, kletterte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von knapp 73 Millionen Euro im Vorjahresquartal um 61 Prozent auf nun 117 Millionen Euro. Der internationale Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,7 Prozent auf 488,8 Millionen Euro an.

Hauptumsatztreiber in Deutschland waren die Umsätze aus festen monatlichen Zahlungen. die um 16,8 Prozent auf 238,1 Millionen Euro zulegten. Die Umsätze im Bereich der nutzungsabhängigen Entgelte aus dem Zugangsgeschäft sowie aus Service- und Paid-Content-Angeboten kletterten hierzulande um zwei Prozent auf 145,8 Millionen Euro. Im B2B-Geschäft und im Bereich Werbung stieg der Umsatz um 10 Prozent auf 52 Millionen Euro.

Weniger positive Nachrichten verkündet T-Online in Sachen DSL. Während das Unternehmen noch für das 4. Quartal 2003 gut 3,3 Millionen Kunden ausgewiesen hatte, stehen jetzt nur noch 2,4 Millionen DSL-Kunden in Deutschland im Quartalsbericht - und das, obwohl das Unternehmen mit seiner jüngsten Werbeoffensive im 1. Quartal laut Vorstandschef Thomas Holtrop 280.000 DSL-Tarifkunden gewinnen konnte.

Nach Aussage eines T-Online-Sprechers kommt der Einbruch der Kundenzahl durch eine neue Berichtmethodik zustande: Bislang zählte T-Online alle Nutzer, die einen DSL-Anschluss - etwa von T-Com - haben, automatisch zu seinen DSL-Kunden. Und zwar unabhängig davon, ob der Surfer tatsächlich für einen DSL-Tarif bei T-Online angemeldet war oder nicht. Daher wurden auch solche Surfer als "DSL-Kunden" gezählt, die noch einen schmalbandigen Tarif von T-Online nutzten oder sich über Call-by-Call ins Netz einwählten. mas
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