T-Online schreibt weiter rote Zahlen

Donnerstag, 03. Mai 2001

Beim Weiterstädter Internet-Service-Provider T-Online lässt der Break-even weiter auf sich warten. Zwar konnte das Unternehmen im 1. Quartal 2001 seinen Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 61,2 Prozent auf 280,2 Millionen Euro steigern. Der Verlust ging aber nur leicht von 66,9 Millionen Euro im 4. Quartal 2000 auf nunmehr 66,4 Millionen Euro zurück.

Das Ergebnis sei vor allem durch die ausländischen Tochtergesellschaften sowie durch die vor wenigen Wochen abgeschaffte Flatrate für schmalbandige Internetzugänge negativ beeinflusst worden, teilte die Telekom-Tochter mit. T-Online hofft nun vor allem auf Mehreinnahmen durch die neuen Internet-Zugangstarife, die im März 2001 eingeführt wurden. Zudem soll eine striktere Kostenkontrolle in Deutschland und bei den ausländischen Tochtergesellschaften zur Senkung der Verluste beitragen.

Die von T-Online-Chef Thomas Holtrop angekündigte Stärkung des Portalgeschäfts konnte im 1. Quartal nicht umgesetzt werden. Mit einem Umsatz in Höhe von 38,4 Millionen Euro ging das Portal-Geschäft im Vergleich zum 4. Quartal des Vorjahres sogar um rund 17 Millionen Euro zurück. Dagegen konnte das Zugangsgeschäft erneut deutlich zulegen. Der Umsatz in diesem Bereich belief sich auf insgesamt 241,8 Millionen Euro und steigerte sich damit um mehr als 22 Prozent gegenüber dem 4. Quartal 2000. Dies sei auf das starke Kundenwachstum und auf die stetig steigende Nutzung aller Tarife zurückzuführen, so T-Online.

Mit insgesamt 8,6 Millionen Kunden bleibt T-Online vorerst Marktführer in Europa vor dem stark expandierenden Mitbewerber Tiscali und dem französischen Anbieter Wanadoo. Gegenüber dem Jahresende 2000 hat T-Online im 1. Quartal 2001 etwa 700.000 Neukunden gewonnen. In Deutschland stieg die Zahl der T-Online-Kunden auf knapp 7,1 Millionen an. Die restlichen Kunden verteilen sich auf die Länder Frankreich (662.000), Spanien und Portugal (764.000), Österreich (157.000).
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